Robin Vincent von Molten Music Technology meldet sich zurück – und diesmal hat er ein Gerät am Start, das so verrückt ist wie ein Sack Flöhe: das Korg microAUDIO 722. Vergiss langweilige Audio-Interfaces – dieses Teil hat einen analogen Vintage-Filter direkt aus dem miniKORG 700s eingebaut und stellt deinen Studio-Workflow komplett auf den Kopf. Robins ehrlicher, gear-verliebter Stil bringt es auf den Punkt und zeigt, warum diese Hybrid-Kiste mehr als nur ein Gimmick ist. Wer denkt, Audio-Interfaces könnten keinen Spaß machen, wird hier eines Besseren belehrt.

16. Jänner 2026
SPARKY
Molten Music Technology entfesselt das Korg microAUDIO 722: Filter-Chaos im Interface
Filter an der Front: Korgs verrücktes Mashup
Das microAUDIO 722 von Korg ist das Ergebnis, wenn jemand auf einer Audio-Interface-Party den Punsch mit etwas Besonderem versetzt. Statt einfach nur Audio von A nach B zu schieben, packt diese Kiste einen echten analogen Filter – denselben Schaltkreis wie im miniKORG 700s – direkt in deinen Signalweg. Robin Vincent, der sich ein bisschen Klangchaos nie entgehen lässt, steigt direkt ein und gibt zu, dass er nicht weiß, warum Korg das gemacht hat, aber er ist froh darüber. Das Ergebnis ist ein Desktop-Filter-Setup, das genauso viel mit Spielerei wie mit Praxis zu tun hat.
Das Konzept ist herrlich verrückt: Ein Interface, das dich dazu einlädt, dein Audio in Echtzeit zu verbiegen, zu sweepen und zu missbrauchen. Es ist nicht nur eine Hommage an Vintage-Gear – es ist eine regelrechte Umarmung. Robins Begeisterung steckt an, und man versteht sofort warum: Einen Filter immer griffbereit zu haben, macht selbst aus der langweiligsten Quelle einen Spielplatz für Klangabenteurer. Wer genug von braven Interfaces hat, bekommt hier einen echten Unruhestifter.

"Sie haben einen Filter eingebaut. Warum, fragst du? Keine Ahnung, aber es macht verdammt viel Spaß und er ist da."
("They've stuck a filter in it. Why you may ask? I have no idea but heck it's fun and it's there.")© Screenshot/Zitat: Moltenmusictech (YouTube)
Solide gebaut, schnörkelloses Layout

"Nein, nein, nein, es ist wirklich ziemlich gut."
("No no no it is it is really quite good.")© Screenshot/Zitat: Moltenmusictech (YouTube)
Das microAUDIO 722 verlässt sich nicht nur auf seinen Filter-Trick. Es hat ein praktisches, bodenständiges Design und fühlt sich trotz Kunststoffgehäuse solide an – eher Moog Grandmother als billiges Spielzeug. Robin hebt die zufriedenstellenden Schalter und das gewichtige, stabile Gefühl hervor, unterstützt durch eine Metallbasis. Die Bedienoberfläche ist angenehm direkt: Große Regler für die Lautstärke, klare Schalter fürs Monitoring und ein fetter Kopfhörerausgang. Kein Menü-Gewühle, kein Firlefanz.
Die Ein- und Ausgänge sind aufs Nötigste reduziert – nur Stereo In/Out plus MIDI über die allseits nervigen TRS-Buchsen (wenigstens gibt’s einen Adapter). Robin nimmt kein Blatt vor den Mund und macht sich über das lächerlich kurze USB-C-Kabel lustig, ist aber ansonsten vom klaren Ansatz angetan. Alles Wichtige ist vorn, die Filterregler sind da, wo man sie braucht. Wer eine robuste und einfach zu bedienende Kiste sucht, ist hier richtig.
Routing-Chaos: Filter als Studiowaffe
Hier wird’s spannend. Der analoge Filter ist nicht einfach nur ein angeflanschtes Effektgerät – er ist ins Routing integriert und ermöglicht es, Eingänge, USB-Playback oder sogar Tracks aus der DAW durch den Filter zu schicken und wieder zurückzuholen. Robin zeigt, wie man den Filter auf alles loslässt: Synth-Strings, Modular-VCOs, Gitarren oder komplette Mixe. Envelope Follower und LFO sorgen für Echtzeit-Modulation und machen das Interface zum Performance-Tool, nicht nur zur Recording-Box.
Nicht alles läuft reibungslos – manche Quellen (wie Gitarre) brauchen etwas Feintuning, und der Envelope Follower kann zickig sein. Aber das ist der Preis für so viel Hands-on-Chaos. Der eigentliche Spaß liegt im Experimentieren: Audio raus, wieder rein und live verbiegen. Robins Workflow-Tipps und ehrliche Kommentare machen klar: Das ist kein Filter zum Vorzeigen, sondern ein echtes Studio-Trickgerät. Wer das volle Spektrum erleben will, sollte sich die wilden Patchings und Sounds im Video selbst anschauen.

"Ich zeige dir, wie du den Filter auf eine aufgenommene Audiospur druckst, denn das ist, denke ich, ein ziemlich wichtiger Punkt."
("Let me show you how you imprint the filter onto an audio track you've recorded because that I think is is quite an important factor.")© Screenshot/Zitat: Moltenmusictech (YouTube)
Filter Ark: Software-Spielplatz für Filter-Freaks

"Jetzt dreht sich alles um Filter."
("It's all about filters now.")© Screenshot/Zitat: Moltenmusictech (YouTube)
Falls der Hardware-Filter noch nicht reicht, legt Korg mit dem Filter Ark Plugin nach – ein Standalone- oder DAW-basiertes Filter-Paradies mit authentisch modellierten Klassikern. Robin taucht in die Oberfläche ein, zeigt vier Slots zum Stapeln von Filtern, wilde Routing-Optionen und eine Auswahl legendärer Schaltungen: MS-20, Polysix, Odyssey und mehr. Ein Traum für Filter-Nerds, mit Makros, Modulation und Spektralansicht für die visuell Veranlagten.
Das Plugin ist nicht an das microAUDIO 722 gebunden, aber ein mächtiger Bonus. Robins einziger echter Kritikpunkt sind die etwas altbackenen Grafiken, aber Klang und Vielseitigkeit machen das locker wett. Es gibt LFOs, Envelope Follower, Sequencer und eine Modulationsmatrix, in der man locker ein Wochenende verlieren kann. Wer über die Hardware-Grenzen hinaus will, findet hier das Ticket ins Filter-Chaos.
Robin stellt klar: Schon das Plugin allein könnte den Kaufpreis rechtfertigen. Aber am besten überzeugt man sich selbst – im Video sieht (und hört) man, wie weit man mit diesem digitalen Filter-Arsenal gehen kann. Ein Rave-Bunker für die DAW.
Grenzen und die echte Zielgruppe
Bei aller Filter-Action wird das microAUDIO 722 kein voll ausgestattetes Interface ersetzen. Robin ist ehrlich: Wer mehr Ein- und Ausgänge, digitale Anschlüsse oder High-End-Preamps braucht, sollte weitersuchen. Das reine Stereo-I/O ist für Multi-Source-Setups wirklich eingeschränkt, und manche Funktionen (wie Kompressor/Limiter) sind leider nur per Software erreichbar, nicht am Gerät selbst.
Aber für Produzenten, die Wert auf Hands-on-Klangverbiegung statt auf endlose Konnektivität legen, ist diese Kiste ein kleiner Geniestreich. Der analoge Filter tropft vor Charakter, und das Filter Ark Plugin ist ein Monster. Für die richtige Zielgruppe – jemand, der ein Studio-Straßenwerkzeug statt einer reinen Utility-Box sucht – ist das microAUDIO 722 eine verrückte, brillante Wahl. Nur ein ordentliches USB-Kabel sollte man selbst mitbringen.
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