Molten Music Technology taucht kopfüber in den Donner Essential L1 ein – ein Synth, der den Geist des SH-101 atmet, aber sich nicht mit Nostalgie zufriedengibt. Robin Vincents unverkennbare Hands-on-Attitüde zieht sich durch das ganze Video: keine Presets, keine Gnade, nur rohes Patchen und ein Dutzend Sounds, die deine Lautsprecher zum Schwitzen bringen. Wer genug vom Menü-Gewühle hat und einen Synth will, der schmutzige Finger und scharfe Ohren belohnt, findet hier sein neues Manifest. Dazu gibt’s ein freches Effektpedal und Patch-Sheets zum Download für die Mutigen. Mach dich bereit für eine Session, bei der Attitüde genauso zählt wie Oszillatoren.

15. November 2025
SPARKY
Molten Music Technology entfesselt den Donner L1: Patch-Sheets, Rave-Leads und eine Prise Reverb
SH-101-DNA, Donner-Attitüde
Der Donner Essential L1 macht kein Geheimnis aus seinen Wurzeln – er ist eine klare Hommage an den Roland SH-101, vom Slider-Layout bis hin zum unverkennbaren monophonen Knurren. Aber lass dich nicht täuschen: Das hier ist kein simpler Klon. Der L1 bringt mit einer zweiten Hüllkurve eigenen Charakter ins Spiel, sodass Filter und VCA unabhängig geformt werden können. Das konnte der 101 nie – und so bekommt der L1 einen Sound, der sich durch jedes Mix-Gewitter boxt oder herrlich abdreht.
Robin von Molten Music Technology verliert keine Zeit mit Nostalgie – er zeigt, was der L1 wirklich kann. Die Lead-Sounds stehen im Mittelpunkt und schneiden durch wie ein rostiges Sägeblatt. Doch es geht nicht nur um Klassiker: Die Eigenheiten und die Extra-Hüllkurve des L1 machen ihn zur Straßenwaffe für alle, die ihre Synths mit ordentlich Biss mögen.

"Es hat diesen brillanten, leadigen Sound, der sich durch einen Mix bohren kann und einen Track machen kann."
("It has this brilliant sound, a very leady sound, the sort of sound that can penetrate through a mix, that can make a track.")© Screenshot/Zitat: Moltenmusictech (YouTube)
Patch-Sheets: Oldschool-Überlebenstraining

"So haben wir das früher gemacht, bevor es computergesteuerte Synthesizer gab, die alles aufgezeichnet und gespeichert haben, was du getan hast."
("This is how we used to do it back in the day before you had computerized synthesizers that recorded and remembered everything that you did.")© Screenshot/Zitat: Moltenmusictech (YouTube)
Der Haken: Der L1 hat null Patch-Speicher. Keine Presets, kein Scrollen – nur du, dein Gehör und ein Patch-Sheet. Wer einen Sound behalten will, greift zum Stift und kritzelt Slider-Positionen auf wie 1982. Robin lässt sich davon nicht abschrecken – er hat eigene Patch-Sheets zum Download gebastelt und zeigt genau, wie man sie nutzt. Es ist Handarbeit, aber sie zwingt dich, den Synth wirklich zu verstehen, statt dich in Preset-Fluten zu verlieren.
Das ist nichts für Zartbesaitete, aber echtes Synth-Disziplin-Training. Du wirst Fehler machen, vergessen den Glide zu notieren und fluchen, wenn der Killer-Bass verloren geht. Aber wenn du’s draufhast, weißt du genau, wie du dahin gekommen bist. Ein Workflow wie früher, der dich deine Patches und vielleicht sogar deine Handschrift neu schätzen lässt.
Ein Dutzend Patches: Von Thunder Squidge bis TARDIS
Jetzt kommt das Hauptgericht: Ein Dutzend Patches, die zeigen, wie viel Dreck, Wahnsinn und Groove im L1 steckt. Robin startet mit den Basics – klassische SH-101-Leads und fette Bässe – biegt aber schnell ins Experimentelle ab. Da gibt’s Pulsweiten-Wobble, selbstoszillierende Filter und sogar einen Patch, der zwei Töne gleichzeitig ausspuckt, sodass dieser Mono-Synth plötzlich gespaltene Persönlichkeit bekommt.
Jeder Patch ist ein kleines Abenteuer. Es gibt fette Wobbles, cineastische Flächen, schmatzige Soli und sogar einen radioaktiven Noise-Modulator, als hätte man den Synth in Tschernobyl vergessen. Robins Patch-Namen sind so frech wie die Sounds – Thunder Squidge, irgendwer? – und er scheut sich nicht, den L1 bis an die Grenzen zu treiben, auch wenn’s mal übersteuert oder chaotisch wird.
Das Beste: Robin beim Tweaken, Filter-Riden und LFO-Schrauben zuzusehen, ist die halbe Miete. Für das volle Klangchaos solltest du dir das Video reinziehen – kein Artikel kann das Squelch und Knistern aus dieser Kiste wirklich beschreiben.

"Was hier passiert ist, dass der Filter tatsächlich selbst oszilliert. Ich bekomme also eine Sinuswelle aus dem Filter, weil die Resonanz ganz oben ist, und nutze das zusammen mit der Sägezahnwelle – alles, was ich einstelle, hat darauf Einfluss."
("So what we've got going on here is that the filter is actually self oscillating. So I'm getting a sine wave out of the filter because the resonance is all the way up and I'm using that alongside the sawtooth and everything I'm adjusting has an impact on that.")© Screenshot/Zitat: Moltenmusictech (YouTube)
Yellow Fall II: Billigpedal, große Wirkung

"Der L1 kommt ganz ohne Effekte, und deshalb ist es extrem nützlich, ihn durch irgendeinen Effekt zu schicken."
("Now the L1 doesn't come with any effects at all and so having some kind of effect to run through is extremely useful for a synthesizer like this.")© Screenshot/Zitat: Moltenmusictech (YouTube)
Klartext: Der L1 ist ab Werk so trocken wie Toast. Da kommt das Donner Versa Yellow Fall II Pedal ins Spiel und überzieht alles mit Reverb und Delay. Robin lässt fast immer ein bisschen Reverb drauf, Delay gibt’s nach Bedarf für mehr Weite. Das Pedal ist günstig, aber macht seinen Job – plötzlich haben die rohen Leads und Bässe Raum zum Atmen, und die experimentellen Patches bekommen einen cineastischen Touch.
Das zeigt: Auch der beste Synth braucht manchmal Unterstützung. Das Yellow Fall II ist kein Luxus, aber der perfekte Partner für den rohen L1. Wer ein Minimal-Setup fährt, findet hier vielleicht seinen neuen besten Kumpel.
Download, Patch, Repeat: Ran an den Synth!
Robin will nicht nur angeben – er gibt dir die Tools an die Hand. Alle Patches aus dem Video gibt’s zum Download, dazu leere Sheets für eigene Klangexperimente. Eine Einladung, die Hände schmutzig zu machen, Fehler zu feiern und vielleicht den nächsten Thunder Squidge zu erfinden. Wer durch Ausprobieren lernt, findet hier eine Goldgrube. Video schauen, runterladen, und dann den L1 in den Toaster-Fight schicken!
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