Rainy Tokyo Grooves: Taylor Fiore zaubert auf dem OP-XY

15. September 2026

RILEY

Rainy Tokyo Grooves: Taylor Fiore zaubert auf dem OP-XY

Taylor Fiore, aka WhosTaylor, taucht in die neonbeleuchteten Gassen Tokios ein – ohne das Studio zu verlassen. Mit dem OP-XY bastelt er einen düsteren Beat, der nach regennasser Mitternacht klingt, während er locker plaudert, als würdet ihr gemeinsam auf Ramen warten. Freu dich auf OP-XY-Tricks, Sidechain-Sauce und Leadlines, die wie ein Getränkeautomat in Shibuya leuchten. Technik-Blabla? Fehlanzeige – Taylor setzt auf rohe Kreativität und groovige Hacks.

Tokio-Regen im Studio

Taylor Fiore startet mit einem kleinen Ausflug in die Vergangenheit, kramt altes Filmmaterial von einer regnerischen Nacht in Japan hervor und verwandelt diese Stimmung in einen Beat. Statt wie sonst auf mellow zu machen, setzt er auf grungige, untergründige Energie – denk an Pfützen, die Neonlichter spiegeln, nicht an Kirschblüten und Teezeremonien. Der OP-XY ist seine Waffe der Wahl, und ehrlich: Es wirkt, als hätte er die Kiste direkt ans nächtliche Tokio angeschlossen.

Von Anfang an ist klar: Das hier ist kein weiteres chilliges Lo-Fi-Loop. Taylor geht locker, schnackt vor sich hin und wirkt, als würdest du direkt neben ihm sitzen, während draußen die Stadt niemals schläft. Der OP-XY atmet den Vibe – es geht nicht um Perfektion, sondern darum, diesen slicken, regnerischen Groove einzufangen, bevor er wieder weg ist.

Es war irgendwie ein regnerischer Tag, als ich alles gefilmt habe, und es war nachts.

© Screenshot/Zitat: Taylorfiore (YouTube)

Duck Tales: Sidechain für den Groove

Dazu gehst du ins vierte Fenster des jeweiligen Kanals, ins Modulationsfenster, Shift vier, und dann auf Duck.

© Screenshot/Zitat: Taylorfiore (YouTube)

Hier droppt Taylor einen echten Street-Hack: Mit der Duck-Funktion des OP-XY sidechaint er den Bass auf die Kick. Vergiss komplizierte Routings oder kryptische Menüs – er geht direkt ins vierte Fenster, schaltet Duck an, und plötzlich duckt der Bass jedes Mal, wenn die Kick kommt. Genau das lässt deinen Beat atmen und gibt dem Bass Platz, ohne dass alles matschig klingt. Wenn deine Tracks im Auto mit kaputten Subs knallen sollen, ist das das Geheimrezept.

Shibuya-Leads und Neonträume

Taylor macht sich auf die Suche nach dem perfekten Lead-Sound, inspiriert von Shibuya Crossing und nächtlichen Zugfahrten. Er sucht keinen makellosen Synth-Solo – er will einen Sound, der wie ein Neon-Schild im Regen durchschneidet. Es gibt viel Trial-and-Error, lockeres Gemurmel und das Gefühl, dass der Weg genauso wichtig ist wie das Ziel. Er schichtet, schraubt und stolpert auch mal über Copy-Paste-Tücken – alles Teil des Prozesses.

Hier kann der OP-XY zeigen, was er draufhat. Taylor wechselt Sounds, stapelt Leads und lässt den Groove mit jedem Schritt wachsen. Er hat keine Angst, zurückzugehen oder Ideen zu verwerfen, die nicht passen. Am Ende steht eine Leadline, die nicht einfach oben draufliegt, sondern sich durch den Beat schlängelt und den regnerischen, elektrischen Vibe verstärkt. Weniger Technik-Zauberei, mehr Bauchgefühl.

Ich will einfach etwas machen, das wie regennasse Neon-Schilder wirkt.

© Screenshot/Zitat: Taylorfiore (YouTube)

Performance im Neon-Nebel

Ich glaube, es ist vielleicht ein bisschen dunkler geworden, als ich Tokio in Erinnerung habe, aber in meinem Kopf war es: Regen, Neon…

© Screenshot/Zitat: Taylorfiore (YouTube)

Mit allen Elementen am Start geht Taylor in den Song-Modus und bastelt eine Performance zusammen. Er spielt mit Szenen, Mutes und Effekten und baut eine Struktur, die spontan und doch durchdacht wirkt. Zwischendurch gibt er zu, dass er den Song-Modus fast vergessen hat – kennen wir alle – aber er kriegt die Kurve und bleibt im Flow. Das Ergebnis ist dunkel, stimmungsvoll und, wie Taylor sagt, vielleicht sogar etwas düsterer als seine echten Tokio-Erinnerungen.

Das finale Jam ist weniger ein polierter Track als vielmehr eine Vibe-getriebene Story – wie ein Mixtape nach einer nächtlichen Tokio-Tour. Taylors Mischung aus Live-Tweaks und geisterhaften Pads gibt der Performance eine rohe Note. Es zeigt: Die besten Sachen entstehen oft, wenn man dem Gefühl folgt, nicht dem Handbuch. Der OP-XY mag europäisch sein, aber in Taylors Händen klingt er wie echtes Shibuya Street Food.

Am besten als Video genießen

Ehrlich: Darüber zu lesen ist cool, aber du musst es hören, um den echten Vibe zu spüren. Taylors Video steckt voller Momente, die man nicht in Worte fassen kann – wie die Leads schimmern oder die Kick durchschlägt. Wenn du auf regnerische Tokio-Vibes und OP-XY-Zauberei stehst, schau dir das Video an und lass deine Speaker nass werden.


Diesen Artikel gibt es auch auf Englisch. Du findest ihn hier: https://synthmagazine.com/rainy-tokyo-grooves-taylor-fiore-works-his-magic-on-the-op-xy/
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