In dieser Folge von Inside Rhythm steht die analoge Drum Machine TR-1000 von Roland im Mittelpunkt, bedient vom Berliner Techno-Duo FJAAK. Das Video führt durch Programmierung, Morph Mapping und Live-Performance-Tricks, während FJAAK ihren praxisnahen Ansatz teilen. Erwartet ehrliche Einblicke in den Workflow, einen Blick auf ihre musikalische Entwicklung und eine abschließende Jam-Session, die das Live-Potenzial der TR-1000 beweist. Für Modular-Fans ist es ein Einblick, wie eine Drum Machine sowohl Studio- als auch Bühnensetups tragen kann.

5. August 2026
MILES
RolandChannel TR-1000: FJAAKs Techno-Workflow im Detail
TR-1000: Das analoge Herzstück
Die Roland TR-1000 wird hier nicht einfach als weitere Drum Machine vorgestellt, sondern als flexibles analoges Zentrum für Produktion und Performance. FJAAK betonen, dass diese Maschine nicht nur für statische Patterns gedacht ist – sie ist dafür gemacht, komplette Tracks zu stemmen und eignet sich somit für Musiker, die mehr als nur Loops bauen wollen.
Das Programmieren auf der TR-1000 wird als unkompliziert, aber tiefgehend präsentiert, mit der Möglichkeit, komplexe Patterns und Übergänge im Voraus vorzubereiten. FJAAK heben die einfache Konfiguration ganzer Arrangements hervor – ein Pluspunkt für alle, die ein Gerät schätzen, das den kreativen Fluss nicht bremst. Im Fokus steht die haptische, direkte Kontrolle – ideal für alle, die gerne mit den Händen am Gerät und dem Kopf im Groove bleiben.

"You can actually do everything with the machine, the whole track."
© Screenshot/Zitat: Rolandglobal (YouTube)
Morph Mapping: Klangveränderung in Echtzeit

"You can put differently on the Morph."
© Screenshot/Zitat: Rolandglobal (YouTube)
FJAAK führen durch das Morphator-Feature, das sie zur Steuerung von Effekten wie Reverb und Filtern auf einzelnen Drum-Spuren nutzen. Das System ist flexibel: Auch Delays und praktisch jeder andere zuweisbare Parameter können mit dem Morphator kontrolliert werden. Diese performance-orientierte Steuerung ist ein Spielplatz für alle, die sich nach wandelbaren Texturen sehnen.
Der Morphator arbeitet mit einem A/B-Prinzip, sodass Performer zwischen zwei unterschiedlichen Einstellungen wechseln können – jede kann mehrere Parameter beeinflussen. Beim Übergang von einer Seite zur anderen lässt sich der Veränderungsbereich definieren, wodurch subtile oder drastische Klangverschiebungen über ein Pattern hinweg möglich sind. Für Modular-Fans erinnert das an spannungsgesteuertes Morphen, aber Roland verpackt es in einen Drum-Machine-Kontext.
Dynamische Workflows: Leben in Patterns bringen
Workflow ist für FJAAK das A und O, und sie loben die TR-1000 dafür, dass sie nicht-statische, sich entwickelnde Sounds unterstützt. Die wahre Stärke der Maschine liegt laut ihnen darin, Variation zu ermöglichen – sei es durch Velocity-Änderungen, Step-Editing oder subtile Pitch-Modulationen. So bleiben Live-Sets organisch statt in Loops gefangen.
Sie zeigen, wie eine sich wiederholende Synth-Linie durch kleine Variationen lebendig wird – manchmal gerade so viel, dass es fast kaputt oder geisterhaft klingt. Für Performer, die Patterns als Ausgangspunkt und nicht als Endstation sehen, sind die Tools der TR-1000 für Echtzeitveränderungen ein echtes Plus. Das redaktionelle Fazit: Diese Kiste belohnt händische Interaktion und alle, die sich nicht mit Vorhersehbarkeit zufriedengeben.

"Rhythm is communication."
© Screenshot/Zitat: Rolandglobal (YouTube)
Vom Schlafzimmer nach Berghain: FJAAKs Entwicklung

"We invested a lot of time and a lot of brainpower into this over now more than 15 years."
© Screenshot/Zitat: Rolandglobal (YouTube)
FJAAK erzählen von ihrem Werdegang – vom Hobby mit einem einzelnen Lautsprecher und einem improvisierten Studio bis hin zu internationalen Techno-Größen. Trotz ihres Erfolgs sehen sie sich immer noch als engagierte Lernende und nicht als unantastbare Profis. Der Einsatz von Zeit, nicht nur Geld, hat ihren Sound und Ansatz geprägt.
Ihr erstes analoges Drum-Gerät war ein Meilenstein und markierte den Abschied von frühen digitalen Tools, die – wie sie sagen – damals einfach nicht auf heutigem Niveau waren. Die ständige Reinvestition in Hardware spiegelt ihre Leidenschaft für Klangqualität und haptische Kontrolle wider – Werte, die in der Modular- und Analogszene stark verankert sind. Eine klassische Geschichte: Mit dem Gear entwickelt sich auch die Musik weiter.
Abschluss-Jam: Die TR-1000 im Live-Einsatz
Die Folge endet mit einer Jam-Session, in der die TR-1000 im Live-Kontext zeigen kann, was sie draufhat. Die Möglichkeiten zur spontanen Manipulation stehen im Vordergrund – FJAAK drehen, morphen und schichten Sounds mit spürbarer Direktheit. Man bekommt einen Eindruck davon, wie die TR-1000 eine Performance tragen kann, Struktur bietet und dennoch Raum für Improvisation lässt.
Dieser Abschluss ist mehr als ein Gear-Demo – es ist ein praktischer Beweis dafür, wie die TR-1000 in den Workflow moderner Techno-Artists passt. Wer sich fragt, wie eine Drum Machine sowohl auf der Bühne als auch im Studio bestehen kann, bekommt hier eine überzeugende Antwort. Das redaktionelle Urteil: Die TR-1000 ist gemacht für alle, die ihr Rhythmusfundament so reaktionsschnell wie den Rest ihres Modularsystems wollen.
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