SYNTH ANATOMY entfesselt den Morphor Echon 6: Wie ein BBD-Känguru auf polyphonem Höhenflug

26. April 2026

TAS

SYNTH ANATOMY entfesselt den Morphor Echon 6: Wie ein BBD-Känguru auf polyphonem Höhenflug

Bereit für eine wilde Fahrt durch das Outback der analogen Synthese? SYNTH ANATOMY trifft sich mit Boris von Morphor, um den Echon 6 zu bändigen – einen sechsstimmigen, BBD-basierten Resonator-Synth, der so unberechenbar ist wie ein Känguru auf Red Bull. Vergiss digitale Menüs – dieses Biest ist komplett knob-basiert, voll hands-on und darauf aus, Grenzen zu sprengen. Wer auf einzigartige Texturen, verrückte Modulationen und ein Instrument steht, das auch den wildesten Gig überlebt, ist bei diesem Deep Dive goldrichtig. Aber erwarte nicht, das Teil beim ersten Mal zu zähmen!

Analoge Eskalation: Der Morphor Echon 6 ist da

SYNTH ANATOMY startet auf dem SynthFest France und plaudert mit Boris von Morphor über deren neuestes Klangmonster, den Echon 6. Das ist kein gewöhnlicher Polysynth – hier werkeln sechs analoge Stimmen rund um klassische BBD-Technik (Bucket Brigade Device), gepaart mit Physical Modeling, das einem den Kopf verdreht. Das Konzept? Die unberechenbare Magie von BBDs in ein polyphones Gehäuse pressen und so einen Synth schaffen, der gleichermaßen wissenschaftliches Experiment wie Performance-Tool ist.

Was den Echon 6 besonders macht, ist sein Widerstand gegen digitale Konventionen. Kein Display, kein Menü-Gewühle – nur pure, hands-on Eskalation. Boris erklärt, dass das Team ein Instrument so direkt wie eine Trompete oder Gitarre bauen wollte, damit man immer mitten im Geschehen ist. Das Ergebnis ist ein Synth, der unter den Fingern lebendig wird und alles von zarten Plucks bis zu wilden Resonanz-Stürmen ausspuckt. Wer ein brav-biederen Synth sucht, sollte weiterziehen – hier kommen die Klang-Abenteurer auf ihre Kosten.

Es ist ein besonderes Konzept, denn es ist ein Physical-Modeling-Synthesizer, aber analog.

© Screenshot/Zitat: Synthanatomy (YouTube)

Sechs Stimmen, Quad-LFOs und eine Modulationsmatrix zum Verlaufen

Fast alle Bedienelemente, die du siehst, sind modulierbar – entweder durch die Hüllkurve, vier LFOs, das Mod-Wheel, Velocity, Aftertouch…

© Screenshot/Zitat: Synthanatomy (YouTube)

Jetzt zu den Features, bei denen jedem Modulationsfan das Herz aufgeht. Der Echon 6 bietet sechs unabhängige Stimmen, jede mit eigenem BBD-Resonator und voller Kontrolle. Der Clou? Jede Stimme hat vier LFOs – jawohl, polyphone LFOs ohne Ende. Die Modulationsmatrix ist so tief, da könnte man glatt seine Flip-Flops drin verlieren. Hier lassen sich Hüllkurven, LFOs, Velocity, Aftertouch und mehr auf fast jeden Parameter routen.

Das Zuweisen von Modulationen ist kinderleicht: einfach drücken, halten, drehen. Willst du die Überblendung zwischen Noise und Wave modulieren? So einfach wie eine Wurst vom Grill schnappen. Das System ist so hands-on, dass du schon nach kurzer Zeit wilde Modulationsroutings bastelst. Ein Spielplatz für Sounddesigner, die gerne mit den Händen arbeiten – und bei all der Flexibilität entdeckst du bei jedem Einschalten neue Tricks.

Exciter & Resonator: Ein klangliches BBQ der Extraklasse

Das Herzstück des Echon 6 ist das Zusammenspiel von Exciter und Resonator – und das ist ein Rezept für klangliches Chaos. Der Exciter ist nicht einfach nur ein langweiliger Noise-Burst, sondern bietet Noise (weiß oder quantisiert), Oszillatoren, Hüllkurven und sogar zuschaltbare Obertöne. So kannst du den Klang des Exciters schon vor dem BBD-Resonator formen und alles von klassischen Plucks bis zu abgefahrenen, sich entwickelnden Texturen erzeugen.

Ist der Exciter angerichtet, geht’s ab in den BBD-Resonator – und hier wird’s richtig wild. Der Resonator folgt dem Keyboard, reagiert auf Feedback und kann von subtil schimmernd bis zum totalen Feedback-Meltdown alles liefern. Was passiert, wenn du das Feedback voll aufdrehst und die Resonatoren selbstoszillieren lässt? Das musst du im Video sehen – Worte können das Outback-Gewitter, das dieses Teil entfesselt, kaum beschreiben.

Du kannst hier deine Obertöne formen und dann in diesen BBD-Resonator schicken.

© Screenshot/Zitat: Synthanatomy (YouTube)

Externe Signale: Bring dein eigenes Chaos mit

Es macht richtig coole Sachen, wenn man externes Audio reinschickt – nur heute leider nicht.

© Screenshot/Zitat: Synthanatomy (YouTube)

Hier zeigt der Echon 6, warum er für Live-Performer und Experimentierer ein echtes Highlight ist: Er kann externe Audiosignale verarbeiten. Schließ eine Drummachine, einen Synth oder sogar eine Feldaufnahme an, und der Echon 6 ersetzt seine interne Sinuswelle durch dein eigenes Signal. Plötzlich bist du nicht mehr nur Synth-Spieler, sondern zerlegst alles, was du reinschickst, durch Resonator und Modulationsmatrix.

Das eröffnet eine Welt kreativer Möglichkeiten – von wilden Effektprozessen bis zu Vocoder-ähnlichen Eskapaden. Im Demo auf dem SynthFest wird ein Volca-Drumbeat durch den Wolf gedreht und kommt völlig neu wieder raus. Wer sein Equipment gerne an die Grenzen bringt, findet hier einen neuen besten Freund für Bühne oder Studio.

Live auf dem SynthFest: Ein Spielplatz für Klangforscher

SYNTH ANATOMY und Boris beim Jammen auf dem Echon 6 zu beobachten, ist wie ein Känguru beim DJ-Set – unberechenbar, energiegeladen und absolut fesselnd. Die Live-Demos zeigen nicht nur die technischen Fähigkeiten des Synths, sondern auch sein Potenzial für Echtzeit-Experimente. Von sich entwickelnden Pads über perkussive Plucks bis zu Feedback-Drones beweist der Echon 6, dass er nicht nur ein Studio-König, sondern auch für die Bühne gebaut ist.

Aber mal ehrlich: Kein Artikel kann das volle Ausmaß dieses Synths in Aktion einfangen. Um seine Bandbreite wirklich zu erleben, musst du das Video sehen und selbst hören. Egal ob Sounddesigner, Performer oder einfach Synth-Fan auf der Suche nach der nächsten Obsession – der Echon 6 ist ein Spielplatz, der entdeckt werden will. Nur nicht wundern, wenn dabei ein paar Stunden (oder das Gehör) draufgehen.


Zum YouTube Video:


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