Schon mal davon geträumt, ein elektronisches Liveset zu spielen, das unberechenbarer ist als ein Opossum beim Picknick? Das neueste Video der Underdog Electronic Music School ist eine absolute Empfehlung für alle, die den Laptop links liegen lassen und richtig Hand an ihren Sound legen wollen. Oscar, das Mastermind hinter Underdog, zerlegt die emotionale und technische DNA eines Livesetups, das genauso viel Spaß macht zu spielen wie zuzuschauen. Wenn du von einem Setup träumst, das kreativer Spielplatz und Outback-Überlebensausrüstung in einem ist, bist du hier goldrichtig. Also, schnapp dir ein kühles Getränk, lehn dich zurück und überdenke, was Live-Performance wirklich bedeutet.

28. April 2026
TAS
Underdog Electronic Music School entfesselt das Live-Performance-Sandbox: Bau dir dein eigenes Chaos-Rig
Gefühle zuerst: Der emotionale Maschinenraum
Bevor du auch nur ein einziges Kabel einsteckst, meint Oscar von der Underdog Electronic Music School, dass du erstmal den emotionalen Kern deines Livesets klären solltest. Es geht nicht nur um happy oder traurig – eher um das Gefühl, wenn du eine Drum Machine durch ein fieses Distortion-Pedal jagst oder Gänsehaut bekommst, wenn ein Gedicht über eine Lärmwand geflüstert wird. Es geht darum, die Stimmungen und musikalischen Konzepte zu wählen, die dein Set antreiben, nicht einfach nur das Gear.
Statt sich in Gear-Listen zu verlieren, schlägt Oscar vor, in Tropen und musikalischen Devices zu denken – wie den klassischen Four-on-the-Floor-Kick oder einen gebrochenen, rumpelnden Techno-Beat. Die Idee ist, diese emotionalen Geschmacksrichtungen und musikalischen Tricks so zu kombinieren, dass dein Set unverwechselbar wird. Das ist wie eine Grillparty-Playlist: Du willst eine Mischung aus Klassikern und Überraschungen, nicht jedes Mal die gleichen Würstchen.

"Schritt Nummer eins ist, die Emotionen und die musikalischen Devices auszuwählen, die du verwenden willst."
("Step number one is to choose the emotions and the musical devices that you want to use.")© Screenshot/Zitat: Oscarunderdog (YouTube)
Ausrüstung klar machen: Tools, Tricks und Testläufe

"Probier Dinge aus, und wenn du unsicher bist, stell dir einen Timer und tu für eine Stunde so, als wärst du bei einer echten Live-Performance und würdest einfach musikalisch jammen."
("Try things out, and when in doubt you put a little timer on the clock and you say for one hour I'm going to pretend that I'm at an actual live performance and I'm just going to jam in a musical way.")© Screenshot/Zitat: Oscarunderdog (YouTube)
Wenn du deine emotionale Richtung gefunden hast, wird’s praktisch: Jetzt geht’s ans Eingemachte mit Tools und Prozessen. Oscars Ansatz ist angenehm bodenständig – überleg dir, welche Kisten, Module oder Gadgets du nutzt und wie du sie verkabelst. Es geht nicht um das teuerste Equipment, sondern darum, eine Hypothese aufzustellen, was auf der Bühne Spaß macht und fett klingt.
Und jetzt kommt’s: Nicht endlos herumdaddeln! Stell dir einen Timer, tu so, als wärst du schon live auf der Bühne, und jamme ohne Pause, ohne Handbuch oder YouTube-Tutorials. Diese Feuertaufe ist wie dein Gear in die Brandung zu werfen und zu schauen, was schwimmt. Klar gibt’s Pannen – aber genau das macht den Reiz aus.
Iterieren wie ein verrückter Wissenschaftler
Oscar schwört aufs Iterieren – du sollst dein Liveset wie ein wildes Wissenschaftsexperiment behandeln. Immer wenn du auf ein Problem stößt, schreib’s auf und jamme weiter. Lass dich nicht aus dem Flow reißen, nur weil was schiefgeht; genau da lernst du am meisten.
Das ist wie deinen Ute für ein Outback-Rennen zu tunen: Du wirst ein paar Reifen schrotten, aber mit jedem Fix wird dein Rig robuster (und spaßiger). Je öfter du iterierst, desto unkaputtbarer und unterhaltsamer wird dein Liveset.

"Und so iteriere ich, und iteriere, und iteriere."
("And so I iterate, and I iterate, and I iterate.")© Screenshot/Zitat: Oscarunderdog (YouTube)
Die Sandbox: Wo Magie (und Chaos) passiert
Jetzt kommt das Sahnehäubchen – die Performance-Sandbox. Oscar nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es um das Klischee geht, dass Elektronik-Acts nur auf Play drücken und die Maschinen machen lassen. Stattdessen setzt er auf ein Setup, bei dem du immer was Spannendes live machen kannst – so bleibst du und das Publikum wachsam.
Egal ob du vorgefertigte Banger spielst oder komplett improvisierst: Hauptsache, du lässt dir Raum zum Experimentieren und kannst dich selbst mitten im Set überraschen. Das ist wie ein Cricket-Spiel im Hinterhof: Du könntest den Ball einfach rollen lassen, aber viel mehr Spaß macht’s, wenn du wild drauf los haust und dem Nachbarshund ausweichst.
Dramaturgie: Die Show, die keiner vergisst

"Da steckt einfach ein bisschen Theater drin, wenn man über die visuelle und erfahrbare Erfahrung des Publikums nachdenkt, nicht nur über das, was sie hören."
("There's just a little bit of theater involved in that, thinking about the experience of the audience visually and experientially, not just the audio that they're hearing.")© Screenshot/Zitat: Oscarunderdog (YouTube)
Hier läuft alles zusammen – Oscar fordert dich auf, darüber nachzudenken, was das Publikum wirklich sieht. Es geht nicht nur um den Sound, sondern um das Theater der Performance. Ob du nun ins Mikro greifst, einen Filter drehst oder einen Rhythmus klopfst: Die Leute wollen dich in Aktion sehen, nicht wie ein Känguru im Scheinwerferlicht.
Der eigentliche Zauber eines Livesets ist nicht nur der Sound – es ist das Erlebnis. Wenn das Publikum nachvollziehen kann, was du auf der Bühne machst und wie das die Musik beeinflusst, hast du gewonnen. Das ist der Unterschied zwischen einer Grillparty und einem echten Bush-Doof: Das eine ist nur Lärm, das andere bleibt im Gedächtnis.
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