Kennst du das, wenn du ein Album durchhörst und plötzlich diesen einen Track findest, über den keiner redet – aber der auf ganz eigene Art knallt? Genau das serviert dir Verysickbeats, wenn er NWA’s „Something 2 Dance 2“ auseinander nimmt. Das Video ist nicht nur Geschichtsunterricht – es ist ein Cheatcode für Beatmaker, wie man 80s-Electro-Vibes in moderne Banger verwandelt. Komm für die Dr. Dre-Story, bleib für die knusprigen 808-Patterns und den Gratis-Kit-Tipp. Wenn du Groove liebst und ein bisschen Kitsch bei den Scratch-Samples okay findest, ist das hier dein neuer Jam.

9. August 2026
RILEY
Verysickbeats gräbt NWA’s Electro-Funk-Außenseiter aus – und droppt 808-Geheimtipps
Electro-Funk in einer Gangsta-Welt
Verysickbeats startet mit einer Hommage an den 808 Day und das Jubiläum von ‚Straight Outta Compton‘, aber statt sich auf die üblichen Verdächtigen zu konzentrieren, zoomt er direkt zum schwarzen Schaf des Albums: ‚Something 2 Dance 2‘. Dieser Track ist kein Fußnoten-Gimmick – er ist ein echter Electro-Funk-Throwback, versteckt am Ende eines Gangsta-Rap-Klassikers. Dres LA-Wurzeln sind hier voll am Start, mit einem Style, der mehr nach Breakdancer als nach Blockparty-Schießerei klingt.
Was macht diesen Beat so missverstanden? Er ballert nicht mit den harten, dreckigen Drums, für die der Rest des Albums bekannt ist. Stattdessen tropft er nur so vor Dancefloor-Energie, vollgepackt mit Synth-Goodness und echtem 80s-Flair. Wer NWA sonst eher für den Punch feiert, wird hier vielleicht überrascht – aber glaub mir, der Groove ist es wert.

"wir werden das auseinandernehmen, denn da sind ein paar interessante Sachen an dem Beat, Mann"
© Screenshot/Zitat: Verysickbeats (YouTube)
Ein Arrangement, das alle Regeln bricht

"du hast 16 Takte davon, weißt du, und die Leute sind bereit zu tanzen"
© Screenshot/Zitat: Verysickbeats (YouTube)
Vergiss das Standard-Vers-Hook-Vers-Schema – dieser Track macht sein eigenes Ding. Verysickbeats führt durch die Abschnitte: ein fettes 16-Takte-Intro (Spannung pur), dann ein 16-taktiger Vers über einem Sly and the Family Stone-Sample, gefolgt von einem acht Takte langen Instrumental-Hook. Keine Vocals, nur purer Vibe. Und unterschätz nicht die kleinen Sound-Eastereggs. Das Arrangement hält die Party mit überraschenden Claps, ikonischen Scratch-Samples und dem berüchtigten ‚kitschigen‘ DJ-Gelaber am Laufen – Zeug, das deinen inneren Beat-Nerd entweder schaudern oder grinsen lässt.
Transitions sind hier alles. Die Claps und Pausen am Ende der Parts sind nicht nur Deko – sie leiten Breakdowns ein und halten die Tänzer auf Trab. Verysickbeats droppt sogar einen schnellen Hack: Einfach Retro-Scratch-Samples von Splice oder Apple Loops reinziehen – kein Grund zur Scham, wenn’s den Track bouncen lässt.
808-Anatomie: Kick, Clap und Cowbell
Wer denkt, 808-Drums sind nur was für Trap, liegt falsch. JFilt zeigt, wie Dre wohl gearbeitet hat – SP-1200 trifft 808-Samples – und baut das Ganze dann in Logic mit Standard-Kits nach. Gestapelte Kicks, Snares und Claps legen das Fundament, Hi-Hats und Cowbells katapultieren dich direkt zurück in die 80er. Das echte Geheimnis liegt im Arrangement: Kicks und Claps auf die Zwei und Vier, rollende Hi-Hats, dann kommen Zap und Cowbell für den Flavor dazu. Selbst wenn du Beats im Schlafzimmer baust, kannst du diese Moves übernehmen.
Vergiss Menü-Gewühle – hier geht’s um Groove und Bewegung. Verysickbeats macht klar: Manchmal zählt das Ohr mehr als das Raster. Er baut das Pattern live und zeigt, wie man Schichten stapelt, bis es klassisch nach Electro klingt. Wenn du jetzt nicht Bock auf Breakdance oder Graffiti hast, solltest du mal deinen Puls checken.

"ich habe einfach diese beiden Kicks übereinander gelegt"
© Screenshot/Zitat: Verysickbeats (YouTube)
80s-Feeling: Sounds und Samples, die zählen

"ich hab’s einfach den D Train Bass genannt, weil er diesen aktiven Sound hat, weißt du"
© Screenshot/Zitat: Verysickbeats (YouTube)
Du willst den 80s-Vibe wirklich treffen? Es geht nicht nur um die Drums. Verysickbeats zeigt seine Lieblings-Synth-Patches – Solaris, Neon Dreams und den ESM-Bass – jeder für sich getweakt für diesen typischen Glanz und die Bewegung. Er verrät sogar seine Einstellungen, aber ehrlich: Im Video hörst du erst, wie die Modulationen und Sounds den Groove zusammenkleben.
Vom ikonischen Fear Light-Hit bis zum D Train-inspirierten Bass – alles wird in einen schnellen Zwei-Takte-Loop gepackt, der einfach retro knallt. Das Beste: Du brauchst kein Logic oder teures Gear. Nimm einfach ähnliche Sounds aus deinem Setup. JFilts Message ist klar: Vibe schlägt Specs. Das Geheimnis ist, wie du die Klassiker frisch drehst.
Mach’s selbst – und hol dir den Gratis-Sound
Bevor’s vorbei ist, erinnert Verysickbeats daran: Die echten Lektionen stecken im Machen. Das Video ist voll mit Hands-on-Tipps, und er haut sogar ein kostenloses 808-Kit raus – natürlich durch seinen SP-404 gejagt. Wenn deine Beats wie 1988 knallen, aber wie 2024 bouncen sollen, musst du das Video auschecken. Nicht nur lesen – mach Lärm!
Zum YouTube Video:
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Zum YouTube Video:
https://www.youtube.com/Verysickbeats
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