Das MPC 3.9 Update von Akai Professional erweitert Standalone- und Desktop-Workflows mit neuen Arranger-Funktionen, Oszillatoren und nahtloser DAW-Integration. Im offiziellen Walkthrough werden die neuesten Oszillator- und Editier-Features, das praktische Track-Arrangement, die verbesserte Taktartsteuerung und das neue Desktop-Plugin vorgestellt. Wir analysieren, was tatsächlich demonstriert wird, wie sich die Funktionen überschneiden und was das für hybride Studio- und DAWless-User bedeutet.

27. Juni 2026
LYRA
Akai Professional MPC 3.9: Ein tiefer Einblick in den digitalen Workflow
Eine neue Ära des MPC-Workflows
MPC 3.9 stellt ein bedeutendes Update für Standalone-Geräte und Desktop-Nutzer dar und führt Funktionen ein, die klar darauf ausgelegt sind, die Produktion zu beschleunigen und mehr direkte Flexibilität zu bieten. Im Mittelpunkt steht der Arranger, der nun durch Touchscreen-Verbesserungen ein flüssigeres Strukturieren und Editieren von Songs ermöglicht. Das ist mehr als nur ein kleines Update; es ist ein deutlicher Schritt hin zu mehr direktem Zugriff auf den kreativen Flow, ohne sich durch Menüs kämpfen zu müssen.
Neben den Verbesserungen am Arranger hat Akai eine Reihe neuer Werkzeuge hinzugefügt: fortgeschrittenes Editieren direkt auf der Hardware, flexible Taktarten und eine neue Oszillator-Suite für Sounddesign. Das offizielle Walkthrough hebt hervor, dass diese Änderungen die Lücke zwischen Standalone-Hardware und Desktop-Integration schließen sollen und so eine einheitlichere kreative Umgebung für alle schaffen, die in beiden Welten arbeiten.
Oszillatoren: Die MPC-Soundengine wächst
Die Einführung der MPC-Oszillatoren in Version 3.9 ist das Flaggschiff-Feature für Sounddesign. Akai demonstriert eine breite Auswahl an Synthesearten – analog, FM, fortgeschrittene algorithmische, Single Cycle und Wavetable – und macht die MPC damit deutlich unabhängiger von Samples und zu einer echten Synthese-Plattform. Im Walkthrough wird die Modulationsbereitschaft und die Nutzung einer Modulationsmatrix betont, mit dualen Onboard-Filtern (inklusive der neuen Modelle Iona und Jura), die das Klangspektrum weiter vertiefen. Für Nutzer, die sofort loslegen wollen, gibt es zudem ein MPC Core Oscillators Expansion Pack.
Diese Oszillatoren sind nicht nur für Keygroups gedacht; auch Drums profitieren davon, sodass Produzenten synthetische Elemente mit Samples layern und individuellere, druckvollere Kits bauen können. Die Demonstration am Key 37 G2 zeigt Layering, Modulation und Performance-Filterung, wobei die Touchscreen-Oberfläche eine Echtzeitkontrolle über diese Parameter bietet – ein klares Zeichen für hybride Workflow-Erwartungen.

"Es gibt eine große Auswahl an Synthesearten, darunter analoge Wellenformen, FM, fortgeschrittene und algorithmische Wellenformen, Single Cycle und Wavetable."
© Screenshot/Zitat: Akai Pro (YouTube)
Arranger-Updates: Clip Rows und fortgeschrittenes Editieren

"MPC 3.9 bietet brandneue Arranger-Updates. Sie haben jetzt direkten und praktischen Zugriff auf die Cut-, Copy-, Paste- und Duplicate-Funktionstasten am unteren Bereich des Touchscreens."
© Screenshot/Zitat: Akai Pro (YouTube)
Die Verbesserungen am Arranger stehen im Zentrum dieses Updates und sollen die Songerstellung beschleunigen. Akai hat das Editieren überarbeitet: Cut, Copy, Paste und Duplicate sind jetzt direkt am unteren Rand des Touchscreens erreichbar. Zusammen mit der Loop-Brace wird das Auswählen und Bearbeiten von Abschnitten intuitiv und schnell. Im Walkthrough werden praxisnahe Szenarien gezeigt: Takte entfernen, Phrasen kopieren und einfügen sowie das schnelle Arrangieren aus beschrifteten Clip Rows – Intro, Verse, Bridge, Chorus, Breakdown – in einer 24-taktigen Sequenz.
Ein wichtiges neues Werkzeug ist „Insert Clip Row“, mit dem sich komplette Abschnitte aus der Clip Matrix an präzisen Stellen und in gewünschter Länge in die Timeline einfügen lassen. Der Prozess ist interaktiv und visuell, mit Pop-up-Menüs für Clip-Auswahl, Taktanzahl und Platzierung. So lassen sich Arrangement-Ideen oder kreative Breaks spontan ausprobieren.
Auch fortgeschrittene Editierbefehle werden vorgestellt: Paste Merge Time, Insert Blank Bars und mehr, alles aus einem erweiterten Edit-Menü heraus. Der Workflow setzt klar auf effizientes, nicht-destruktives Editieren – ideal für moderne Produzenten, die schnell iterieren wollen, ohne sich in Untermenüs zu verlieren.
Flexible Taktarten pro Sequenz und Clip
MPC 3.9 ermöglicht endlich die Zuweisung von Taktarten pro Sequenz und Clip – ein lange gewünschtes Feature für alle, die außerhalb starrer 4/4-Grenzen komponieren. Im Walkthrough wird gezeigt, wie sich beispielsweise 6/8-Takte in der Clip Matrix einstellen lassen, was polyrhythmische und experimentelle Arrangements ermöglicht. Diese granulare Kontrolle erlaubt komplexere Strukturen und macht die MPC zu einem stärkeren Werkzeug für genreübergreifende Produzenten und Komponisten mit unterschiedlichen Metren.

"3.9 gibt Ihnen die Möglichkeit, Taktarten direkt in der Sequenz und in den Clips selbst zu erstellen und zu ändern."
© Screenshot/Zitat: Akai Pro (YouTube)
Desktop-Integration: MPC als VST/AU-Plugin

"Die MPC 3 Desktop-Beta kann jetzt als Plug-in in Ihrer Host-DAW geladen werden, sowohl als VST als auch als Audio Unit, zusammen mit allen neuen Arranger-Tools aus der Desktop-Software und 3.9 Standalone."
© Screenshot/Zitat: Akai Pro (YouTube)
Eine der folgenreichsten Neuerungen in 3.9 ist das neue Desktop-Plugin für VST- und AU-Hosts, mit dem sich MPC 3.9 direkt in der DAW betreiben lässt. Im Video wird die Desktop-Beta vorgestellt, die jetzt lineares Timeline-Arrangement, Track-Level-Editierung und Zugriff auf die gleichen Cut/Copy/Paste-Tools wie auf der Hardware bietet. Nutzer können Clip Rows von Standalone auf Desktop übertragen, Arrangements bauen und Mixer- sowie Noteneditoren in einem Fenster nutzen.
Damit hält der MPC-Workflow Einzug in DAWs und erleichtert hybride Setups erheblich. Es geht nicht mehr nur um das Exportieren von Stems oder MIDI; die MPC-Umgebung selbst kann jetzt in Ableton, Logic oder jeder kompatiblen DAW laufen. Das Walkthrough präsentiert dies als großes Workflow-Upgrade, besonders für alle, die nahtlos zwischen Standalone-Produktion und In-the-Box-Editierung wechseln möchten.
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