The Midlife Synthesist entfesselt den FOURM: Analoger Dreck, keine Spielereien

15. Juli 2026

SPARKY

The Midlife Synthesist entfesselt den FOURM: Analoger Dreck, keine Spielereien

The Midlife Synthesist schnappt sich den Sequential Fourm, einen kompakten vierstimmigen Analog-Boliden mit klassischer Attitüde und moderner Power. Hier gibt’s einen tiefen Einblick mit ausdrucksstarkem Spiel, schnörkellosem Kommentar und Sounddesign ohne Effekt-Kosmetik. Der Fourm ist eine Straßenwaffe für Synth-Freaks, die Power ohne Schnickschnack wollen. Ob diese Kiste ein echter Sequential-Held oder nur ein kleiner Blender ist, erfährst du in diesem Video.

Kleines Monster, große Abstammung

Der Sequential Fourm kommt mit dem analogen Selbstbewusstsein, das man von einer Marke erwartet, die uns den Pro-1 und Prophet 5 gebracht hat. Trotz seiner kompakten Größe steckt im Fourm alles: Zwei spannungsgesteuerte Oszillatoren (direkt aus der Pro-1-Legende), vier Stimmen und ein Gehäuse, das viel robuster wirkt als sein Spielzeug-Format vermuten lässt. Klickende, beleuchtete Tasten, Metallknöpfe mit echtem Widerstand – kein labbriges Plastik. Das LED-Display ist winzig, aber man sieht, was man tut. Wer wilde Hüllkurven-Animationen oder ein Oszilloskop sucht, schaut besser woanders.

Hinten gibt’s alles, was man braucht: MIDI In/Out/Thru, Anschluss für Expression-Pedal, USB-C, fetter Mono-Ausgang, Kopfhörerbuchse und sogar ein Kensington-Lock für den nächsten Gig im zwielichtigen Rave-Bunker. Sequential spart nicht an Basics, und man merkt: Das ist kein Nostalgie-Gadget. Der Fourm ist ein echtes Werkzeug für echte Synth-Nerds – kein Firlefanz.

Es fühlt sich sehr hochwertig an mit klickenden, beleuchteten Tasten und stabilen Metallknöpfen, deren Widerstand mich an den viel teureren…

© Screenshot/Zitat: Midlifesynthesist (YouTube)

Poly Aftertouch: Ausdrucksstark, wenn du kleine Tasten magst

Einerseits macht Poly Aftertouch das Ganze unglaublich ausdrucksstark und mächtig.

© Screenshot/Zitat: Midlifesynthesist (YouTube)

Jetzt zum Keyboard: Poly Aftertouch in dieser Größe ist wie Kaviar im Imbiss – überraschend, ausdrucksstark, vielleicht etwas verschenkt an Ungeübte. Aber Achtung: Die Tasten sind winzig und der Hub ist so großzügig wie ein Kneipenwirt zur Sperrstunde. Wer dicke Finger oder Klavier-Feeling will, wird meckern. Aber das ist eben der Preis für Portabilität – für Live-Tweaker oder Couch-Jammer vielleicht egal.

Workflow, der dich nicht bremst

512 Speicherplätze – halb User, halb Factory – und die Preset-Anzahl ist fast schon komisch gering. Preset-Sammler werden hungrig bleiben. Aber der Clou: Der Fourm ist unfassbar einfach zu programmieren. Selbst Menü-Allergiker schrauben hier schneller eigene Sounds als sie ‚Filter-Sweep‘ sagen können.

Denn das Layout schreit klassisches Sequential-Workflow. Alles ist logisch in Sektionen aufgeteilt; du brauchst kein Handbuch oder einen Doktor in Menü-Tauchen. The Midlife Synthesist bringt’s auf den Punkt: Das Bedienfeld ist pures Muskelgedächtnis – 2024 eine Seltenheit. Hier verlierst du dich im Sounddesign, nicht in Untermenüs.

Die Sounds, die man braucht, sind super intuitiv und schnell gemacht – mein User-Bank war ruckzuck voll mit eigenen Patches.

© Screenshot/Zitat: Midlifesynthesist (YouTube)

Roher Sound, keine FX – nur das Wesentliche

Ja, der Bass bei dem Ding ist ziemlich solide.

© Screenshot/Zitat: Midlifesynthesist (YouTube)

Keine Effekte an Bord. Null. Und genau das macht den Fourm so charmant. Der Filter hat Prophet-5-Basskompensation, sodass beim Resonanz-Aufdrehen nicht der Bass flöten geht – ein klassischer Fehler bei alten Moogs. Dazu knackige Hüllkurven und ein selbstoszillierender Filter: Synth-Strings, Zaps und Bässe, die Omas Fenster klirren lassen. Der Fourm zeigt: Für fetten Sound braucht’s keinen digitalen Feenstaub – einfach LFO drehen und los. Ein rohes Straßenwerkzeug – was du hörst, ist echt.

Demo, die sich lohnt – Sound zuerst, Hype danach

Im Video gibt’s nicht nur Specs, sondern echten Sound. Von Basic-Patches bis Mod-Matrix-Tricks, Filterfahrten und dem typischen Sequential-Bass. The Midlife Synthesist bleibt hands-on: direkt, ehrlich, und benennt, was wirklich taugt. Wer wissen will, ob der Fourm mehr kann als nur auf Instagram hübsch aussehen, wird hier fündig. Aber mal ehrlich: Worte reichen für das analoge Knurren nicht. Das muss man hören.


Diesen Artikel gibt es auch auf Englisch. Du findest ihn hier: https://synthmagazine.com/the-midlife-synthesist-unleashes-the-fourm-analog-grit-no-gimmicks/
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