Make Noise, die experimentierfreudigen Modular-Tüftler aus Asheville, melden sich mit einem tiefgehenden Einblick in ihr neues universelles Synthesizer-System zurück. Im Video dreht sich alles um das Multimod-Modul und dessen wachsende Beziehung zu Polimaths und QXG – inklusive Firmware-Update, USB-Anbindung und cleveren Cycling-Modi, die eine Fülle an Modulationsmöglichkeiten eröffnen. Es gibt einen praxisnahen Patch-Überblick, einen Blick auf den neuen Update-Prozess und einen Vorgeschmack darauf, wie diese Module zusammen komplexe, stereoreiche Klanglandschaften erzeugen. Ganz Make Noise: forschend, ein wenig exzentrisch und immer neugierig, was passiert, wenn man die Patchkabel einfach mal machen lässt.

Multimod im Fokus: Das neue Steuerzentrum des Universal-Synths
Das Multimod-Modul wird als erstes Element des neuen universellen Synthesizer-Systems von Make Noise vorgestellt und ist darauf ausgelegt, mit Collymaths und QXG perfekt zusammenzuspielen. Hier handelt es sich nicht um ein weiteres schnödes Utility-Modul, sondern um einen zentralen Knotenpunkt für Modulation und Steuerung – ganz im Sinne der Make Noise-Tradition, offene Patch-Experimente und kreative Anwendungen zu fördern.
Von Anfang an wird Multimod als idealer Partner für Collymaths präsentiert, wobei die Entwicklung der beiden Module eng miteinander verknüpft war. Das Team gibt offen zu, dass viele Details während der Entwicklung noch im Fluss waren – typisch Make Noise, denn hier entstehen Werkzeuge für klangliche Entdeckungsreisen statt nach starrem Bauplan. Der Channel-Index-Output war jedoch von Beginn an als Brücke zwischen Multimod und Collymaths gedacht, um fortgeschrittene Parametersteuerungen im System zu ermöglichen.

"it's a great friend to collymaths and QXG."
© Screenshot/Zitat: Maken0Isemusic (YouTube)
Firmware, USB und neue Features: Multimods frische Tricks

"If we hold reset and press shape, then we select between zero to 10 volt plus or minus five volt and zero to five volt shapes."
© Screenshot/Zitat: Maken0Isemusic (YouTube)
Im Mittelpunkt steht das aktuelle Firmware-Update für Multimod, das den Channel-Index-Output an den neuen Standard für Polimaths und verwandte Module anpasst. Das Update läuft unkompliziert: Per USB-C-Datenkabel wird Multimod mit dem Computer verbunden, der Rest geschieht über ein Web-Tool. Ein moderner Workflow, der zeigt, wie Firmware-Updates ein Modul im Rack grundlegend erweitern können.
Mit der neuen Firmware lassen sich zudem die Ausgangsspannungen der internen LFOs von Multimod auswählen. Durch Halten von Reset und Drücken von Shape kann zwischen 0–10V, ±5V und 0–5V gewechselt werden. Diese Flexibilität ist besonders praktisch bei der Modulation bipolarer Parameter wie dem Spread bei Polimaths, und das Video zeigt, wie diese Spannungsbereiche mit den Attenuvertern des Moduls für feinfühlige Steuerung zusammenspielen.
Cycling-Modi: Von Maths zu Polimaths und weiter
Cycling-Funktionen sind ein Markenzeichen von Make Noise, und Polimaths treibt das Konzept noch weiter. Im normalen Cycling-Modus – ähnlich wie bei Maths – triggert jeder Kanal nach seiner Fall-Phase erneut, bei Polimaths passiert das aber auf acht Kanälen gleichzeitig. So entsteht ein dichtes Geflecht aus sich überlagernden Hüllkurven oder LFOs, ideal für komplexe Modulationen.
Das Video stellt dann den Follow-the-Leader-Modus vor, der per langem Druck auf den Cycle-Button aktiviert wird. Hier triggert das Ende der Fall-Phase eines Kanals nicht sich selbst, sondern den nächsten Kanal in der Kette – perfekt für kaskadierende Modulationen und rhythmisch verschachtelte Abläufe, besonders wenn mehrere Ketten parallel laufen.
Ein praktischer Hinweis: Die Kette pausiert nur, wenn der nächste Kanal noch in seiner Rise-Phase ist, wenn er getriggert werden soll. Diese Feinheit eröffnet komplexe Timing-Interaktionen und macht Polimaths zum Spielplatz für alle, die gerne generative oder algorithmische Patches bauen.

"Here, each time a function gets to the end of its fall phase, instead of reactivating itself, it activates the next channel, creating a chain of functions."
© Screenshot/Zitat: Maken0Isemusic (YouTube)
Modulation in Aktion: Multimod und Polimaths im Patch-Alltag
Im Praxisteil zeigt das Video, wie Multimod und Polimaths im echten Patch zusammenspielen. Ein abgeschwächtes Cycling-Signal von Maths wird zunächst direkt in den Span-Eingang von Polimaths gepatcht, sodass eingehende CV selektiv Kanäle aktiviert. Durch Variation der Abschwächung ändert sich die Anzahl der aktiven Kanäle; das Video betont, wie sinnvoll es ist, die Abschwächung direkt an der Quelle vorzunehmen.
Wird das Signal durch Multimod geroutet, kommt eine weitere Ebene hinzu: Mit der Read-Shape-Einstellung auf Stepped Random werden innerhalb des abgeschwächten Bereichs zufällig Kanäle ausgewählt. Der Patchende demonstriert, wie durch Invertieren des Signals die Aktivierung von links nach rechts oder umgekehrt erfolgen kann und wie die Verteilung aktiver Kanäle durch die Kurvenform (linear, exponentiell, logarithmisch) des Modulationssignals beeinflusst wird. Das Ergebnis ist ein flexibles System für gezielte, sich entwickelnde Modulation über die vielen Ziele von Polimaths.
Stereo-Spread und Community: Das große Ganze

"no channel will be hard panned."
© Screenshot/Zitat: Maken0Isemusic (YouTube)
Im letzten Abschnitt geht es um Stereo-Imaging und ambitionierte Multikanal-Setups. Mit den X-Spread-Reglern des QXG lassen sich die Polimaths-Kanäle sauber im Stereofeld verteilen – so entstehen Patches, die zunächst stark auf eine Seite gewichtet sind und dann, wenn die Cycle-Ketten ausgelöst werden, das Panorama durchqueren. Durch Anpassung der Spread-Regler ist alles möglich: von hart gepannt bis gleichmäßig verteilt, mit viel Kontrolle über die räumliche Platzierung.
Ganz im Sinne von Make Noise endet das Video mit einer Einladung an die Community, tiefer einzusteigen – sei es durch Fragen zu den komplexeren Polimaths-Features oder durch Teilnahme am laufenden 12 String Iterative Music Project. Im Mittelpunkt stehen Experimentierfreude, Zusammenarbeit und die Freude am gemeinsamen Entdecken neuer Klangwelten.
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