Andrew Huang entfesselt den DHM89B2: Vintage-Glitch auf voller Lautstärke

16. Mai 2026

TAS

Andrew Huang entfesselt den DHM89B2: Vintage-Glitch auf voller Lautstärke

Anschnallen, Leute – Andrew Huang hat im Vintage-Fundus gewühlt und mit dem DHM89B2 ein französisches Kuriosum ausgegraben, das so unberechenbar ist wie ein Grillabend im Hagelsturm. In dieser Folge von Weird Gear trifft Andrews verspielter, genreübergreifender Stil auf ein digitales Delay- und Pitch-Shifting-Gerät aus den späten 70ern, das mehr Chaos-Box als Studiotool ist. Mit dem KB2000-Keyboard und einer Ladung glitchiger Tricks ist diese Kiste perfekt für alle, die ihre Sounds wild, verzerrt und ein bisschen durchgeknallt mögen. Wer auf experimentelle Jams und klangliche Überraschungen steht, kommt hier voll auf seine Kosten – aber erwartet bloß kein brav funktionierendes Gerät!

DHM89B2: Vintage-Chaos in einer Kiste

Andrew Huang startet wie gewohnt bei Weird Gear und stellt den DHM89B2 vor – einen Stereo Audio Digital Computer aus den späten 70ern, gebaut von den Pariser Publison-Legenden. Das Teil ist nicht nur ein Relikt, sondern eine echte Zeitmaschine für audiophilen Wahnsinn: Delay und Pitch-Shifting in einer Box, die aussieht, als hätte sie eine Disco-Ära-Staubwolke überlebt. Dank seines Aufenthalts beim GRM in Paris konnte Andrew dieses Biest nach Herzenslust austesten – und man merkt sofort, dass er Feuer und Flamme ist.

Der DHM89B2 ist alles andere als ein gewöhnliches Delay-Pedal. Zwei Kanäle (rot und gelb – warum auch nicht?), ein halb gespiegelt-halb-chaotisches Layout, bei dem man öfter den falschen Regler erwischt als ein Känguru auf dem Wochenmarkt, und eine Persönlichkeit, die gleichermaßen genial wie verrückt ist. Andrew zeigt direkt die unberechenbaren Memory-Glitches: Ein Moduswechsel oder das Ausschalten des Keyboards, und schon bricht das klangliche Chaos aus. Vintage-Gear mit wildem Charakter – Andrew ist bereit, das Maximum rauszuholen.

It's a very early digital delay and pitch shifter, and it sounds wild, and it's designed so weird.

© Screenshot/Zitat: Andrewhuang (YouTube)

Glitch-Delays & Pitch-Shifting-Pandämonium

Messing with these time settings often affects the buffer in less predictable ways than what we now typically hear in modern digital delays.

© Screenshot/Zitat: Andrewhuang (YouTube)

Im Delay-Modus verwandelt der DHM89B2 einen simplen Synth-Sound in ein Echo-Gewitter voller Feedback und Lo-Fi-Dreck. Es gibt einen Schalter für kurze und lange Delayzeiten sowie einen Bandbreiten-Umschalter, der die Sample-Rate beeinflusst – das heißt, die Wiedergabegeschwindigkeit des Buffers und die Delayzeit gehen gemeinsam auf Wanderschaft. Das Ergebnis? Glitchige, unvorhersehbare Texturen, von denen moderne Digital-Delays nur träumen können.

Wer den Input-Gain aufdreht, bekommt eine ordentliche Portion Verzerrung – Präzision darf man hier aber nicht erwarten. Dieses Gerät lebt von glücklichen Unfällen. Im Pitch-Shifter-Modus wird’s noch verrückter: Vibrato, grobe Pitch-Regler und die Möglichkeit, mit verschiedenen Buffer-Längen und Sample-Rates das Audiomaterial zu zerlegen, machen das Ganze zum Spielplatz für Klang-Experimente. Wer sein Equipment gern bis zum Limit treibt, wird den DHM89B2 lieben.

Keyboard-Kapriolen: Mic-Input & Memory-Latch-Wahnsinn

Jetzt kommt der eigentliche Partytrick: das KB2000-Keyboard. Andrew zeigt, wie man einen Synth oder sogar seine eigene Stimme in den Buffer sampelt und dann chromatisch abspielt – mit Vibrato und Glide, sodass die Samples wie ein Surfbrett durch die Wellen gleiten. Das Keyboard ist mehr als nur ein Notentrigger – es ist ein echtes Performance-Tool, das sogar einen Mikrofoneingang hat, um Live-Audio direkt zu verbiegen.

Im Memory-Latch-Modus wird’s richtig abgefahren: Start- und Endpunkte lassen sich für jeden Stereokanal unabhängig setzen, und wenn man sie vertauscht, läuft das Sample rückwärts – perfekt für Sounds, die rückwärts durchs Studio „moonwalken“. Im biphonischen Modus wechseln die Noten zwischen den Kanälen, was für unvorhersehbare Stereo-Spielereien sorgt. Wer ein bisschen Chaos im Workflow liebt, findet hier sein Paradies.

The keyboard is so cool, so weird, first of all it accepts a mic input, and I gotta keep talking into it as well, so that there's stuff…

© Screenshot/Zitat: Andrewhuang (YouTube)

Eigenheiten, Klicks & klangliche Überraschungen: Andrews Deep Dive

Some of the noise just seems to be from the switches being old and dirty, the internals of the machine definitely end up in the buffer and…

© Screenshot/Zitat: Andrewhuang (YouTube)

Andrew taucht tief in die Eigenheiten ein, die den DHM89B2 so besonders machen. Die Memory-Synchro-Sektion erlaubt es, Loops zwischen den Kanälen zu desynchronisieren, und die altmodischen Crosspoint-Regler (heute Start und End genannt) geben direkten Zugriff auf die Buffer-Slices. Ein nettes Vintage-Detail: Die ursprünglichen Entwickler haben alle Bauteile im Inneren per Hand unkenntlich gemacht, damit niemand ihr Geheimrezept kopiert – so frech wie ein Opossum im Picknickkorb.

Klicks und Störgeräusche durch alte Schalter werden hier nicht nur toleriert, sondern gefeiert. Andrew findet, dass gerade das interne Chaos des Geräts die besten Sounds liefert – und wer will da widersprechen? Wenn er Mundgeräusche und Synth-Blips zu einem Track schichtet, merkt man: Der DHM89B2 ist mehr als ein Werkzeug, er ist ein eigenwilliger Mitspieler. Aber ehrlich: Um zu hören, wie wild das wirklich klingt, sollte man unbedingt ins Video reinschauen.

Nicht nur lesen – hören!

Um das volle Ausmaß des DHM89B2-Wahnsinns zu erleben, muss man ihn hören. Andrew hat gerade den Track „DHM 89 B2“ veröffentlicht, der zeigt, was dieses Vintage-Monster im Studio anrichten kann. Glaubt mir – Worte reichen da nicht. Klickt auf die Links, dreht auf und lasst eure Ohren auf Abenteuerreise gehen.


Zum YouTube Video:


Zum YouTube Video: