Bonedo Synthesizers führen uns von PS1 bis Genos: Yamahas Entertainer-Evolution im Überholmodus

2. Juli 2026

SPARKY

Bonedo Synthesizers führen uns von PS1 bis Genos: Yamahas Entertainer-Evolution im Überholmodus

Bonedo Synthesizers lassen das Gerede weg und drehen die Nostalgie auf, mit einer Turbo-Zeitreise durch 45 Jahre Yamaha Entertainer-Keyboards. Von beigen PS1-Relikten bis zum modernen Genos – eine wilde Fahrt aus Plastik, MIDI-Ports und fragwürdigen Style-Voices. Kein Hype – nur roher Sound, starke Features und Design-Entscheidungen, die man entweder liebt oder verflucht. Wer echten Audio-Schmutz will, steigt hier ein.

Von beigen Kisten bis Genos: Die Yamaha-Zeitleiste

Bonedo Synthesizers werfen uns in Yamahas Zeittunnel, beginnend mit dem PS1 – einer Mini-Tasten-beigen Schönheit, die eher wie ein Toaster aus den 70ern aussieht als wie eine Synth-Legende. Frühe Modelle wie PS2 und PS20 legen an Umfang zu, und in den 80ern bringt Yamaha schon eine ganze Key-Familie raus, mit dem PS30 als Flaggschiff. Eine Parade aus Plastik, aber lass dich nicht täuschen: Diese Kisten haben alles vorbereitet, was danach kam.

1984 landet das PS6100, mit 61 Tasten und dem legendären FM-Sound aus dem DX7. Der italienische Designer Mario Bellini verpasst ihm einen frischen Look, und MIDI hält Einzug – endlich kann man sein Gear wie ein echter Studio-Nerd verkabeln. Der Rundgang rast durch PSR6300 und Co., jedes Modell mit mehr Features und mehr Attitüde, während Yamahas Design-DNA für Jahrzehnte festgezurrt wird.

Wir feiern das 45-jährige Jubiläum des Yamaha Digital Keyboards.

© Screenshot/Zitat: Bonedo Synthesizers (YouTube)

MIDI, Sampling und der Rollbar-Rumble

Es war das erste Keyboard mit MIDI an Bord, das heißt, du hattest diese DIN-Buchsen.

© Screenshot/Zitat: Bonedo Synthesizers (YouTube)

Yamaha bleibt nicht bei beigen Klangmaschinen – echte Innovationen kommen ins Spiel. Das PSR4500 bringt ein Nummerncode-System zum Auswählen von Sounds und Styles (00 für Piano – einfach, solange du den Spickzettel nicht verlierst). Noch wilder: Rollbar-Modulation – keine Wheels, einfach mit der Hand rollen und den Sound verbiegen. Mutig, aber wie alle guten Synth-Schrägheiten wird’s vor den 90ern wieder durch klassische Wheels ersetzt.

Sampling-Technik schleicht sich ein und gibt der PSR-Serie einen Sound-Boost und einen Vorgeschmack auf die Zukunft. 1991 ist das PSR6700 ein massiver Brocken mit 76 Tasten, Floppy-Laufwerk und einem Display, das endlich mehr als nur Zahlen zeigt. Daten speichern? Disketten sind die Zukunft – bis sie es nicht mehr sind. Auto-Accompaniment wird ernst, Variations-Buttons tauchen auf, und Yamahas Keyboards sehen immer weniger nach Spielzeug und immer mehr nach echten Bühnenwaffen aus.

Designwechsel und UI: Von versteckten Panels zu genialen Ideen

Yamahas Interface-Ideen schwanken zwischen genial und „was haben die sich dabei gedacht?“. Versteckte Panels, mittige Displays und die berüchtigten Nummernpads kommen und gehen. Beim PSR7000 von 1995 pendelt sich alles ein: Drawbar-Orgeln, Mic-Inputs mit Effekten und die ersten Ansätze eines richtigen ‚Write‘-Systems für Sounds. Alles darauf ausgelegt, dass sich Spieler trotz wachsender Features sofort zuhause fühlen.

PSR8000 und PSR9000 halten das Tempo: XG-Tonerzeugung, Vocal Harmonies, Sample-RAM und sogar eine Musikdatenbank, die weniger inspirierte Spieler mit Styles versorgt. Das 9000 Pro verzichtet auf Lautsprecher, legt bei den Tasten nach und öffnet die Tür für Plug-in-Boards. Karaoke, Video-Outs und ein wildes Anschlussfeld hinten runden das Paket ab – nur sollte man so ein Teil nicht ohne Gabelstapler bewegen.


Stage Invaders: Yamahas Live-Power und Vermächtnis

Yamahas Entertainer-Boards sind nicht nur Studiokuriositäten – sie sind für die Bühne gebaut und haben die Narben als Beweis. Das PSR8000 hieß nicht umsonst ‚Shamp‘ und steht heute noch auf Bühnen, ramponiert aber unkaputtbar. Karaoke, Lyrics-Display und Vocal Harmony machen aus Alleinunterhaltern eine komplette Rave-Bunker-Band.

Auch die Mittelklasse wird nicht vergessen. Features sickern nach unten, selbst PSR90 und 1700 bekommen Liebe: Filter-Morphing, Orchestrationskontrolle und mehr Echtzeit-Performance-Optionen, als die meisten Producer je nutzen. Yamahas Philosophie ist klar: Innovation oben, Features für alle, und immer die Finger in Bewegung halten.

Du hast das gleiche Display, aber es konnte auch die Lyrics von MIDI-Songfiles anzeigen – Karaoke inklusive.

© Screenshot/Zitat: Bonedo Synthesizers (YouTube)

Das muss man gehört haben

Worte werden dem Sound-Wahnsinn dieser Keyboards nicht gerecht – Bonedo Synthesizers lassen die Klänge für sich sprechen. Du willst das PS30 im modernen Genos hören oder den legendären ‚Speed Metal‘-Style erleben? Play drücken und das Chaos genießen! Das Video ist voll mit rohem Audio, Nostalgie und genug schrägen Features für einen ganzen Rave-Bunker. Nicht nur lesen – hören!


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