HAINBACH dreht auf: Bastl Kalimba im Test – wie ein Känguru auf dem Trampolin

8. Mai 2026

TAS

HAINBACH dreht auf: Bastl Kalimba im Test – wie ein Känguru auf dem Trampolin

Hast du dich je gefragt, was passiert, wenn eine Kalimba und ein Synthesizer eine wilde Nacht zusammen verbringen? HAINBACH stürzt sich in seinem neuesten Video kopfüber auf die Bastl Kalimba – ein Physical Modeling FM-Synth, der aussieht, als wäre er sowohl für ein Bush Doof als auch für eine Wohnzimmer-Session gemacht. Mit früher Firmware, die noch ihre Macken hat, und einem Design irgendwo zwischen Gamecontroller und Daumenklavier, ist dieses Teil so unberechenbar wie das Wetter in Melbourne. HAINBACHS experimenteller Stil trifft auf Bastls verrückte Innovation – das Ergebnis ist eine portable Soundmaschine, die gleichermaßen Chaos und Charme versprüht. Anschnallen, Leute: Das ist nichts für schwache Nerven oder akustische Puristen.

Kalimba, aber total abgefahren

Gleich zu Beginn stellt uns HAINBACH die Bastl Kalimba vor – einen Synth, der aussieht, als hätten eine Kalimba und ein Gamecontroller ein heimliches Techtelmechtel gehabt. Das ist nicht das Daumenklavier deiner Oma; es handelt sich um einen Physical Modeling- und FM-Looping-Synth, verpackt in ein 3D-gedrucktes Gehäuse und voller schräger Möglichkeiten. Bastl hat HAINBACH ein frühes Exemplar geschickt, und er zeigt sofort, was das einzigartige Design und die Kickstarter-Wurzeln versprechen.

Die Kalimba verbindet haptisches Spielgefühl mit digitalem Wahnsinn – eine echte Frischzellenkur in einer Welt voller gleichförmiger Synthboxen. Sie hat die Seele eines akustischen Instruments, aber das Hirn eines verrückten Wissenschaftlers. HAINBACHS verspielter Ansatz macht klar: Das ist ein Instrument für alle, die Musikmachen so unberechenbar mögen wie ein Känguru auf Red Bull.

Das ist die neue Bastl Kalimba und sie ist mit Abstand eines der seltsamsten und aufregendsten Musikinstrumente, die ich seit langem…

© Screenshot/Zitat: Hainbach (YouTube)

Firmware-Flausen: Glitches en masse

Ich hoffe, Bastl verzeiht mir, was ich als Nächstes tue. Ich erzeuge absoluten Dreck, indem ich die Glitches der Looper-Funktion in der…

© Screenshot/Zitat: Hainbach (YouTube)

Mit Firmware 0.6 unter der Haube ist die Bastl Kalimba noch ein echter Wildfang. HAINBACH taucht ein in die Macken – Loops schichten, intern und extern synchronisieren und vor allem die glitchigen Nebeneffekte des Loopers ausreizen. Die frühe Firmware steckt voller herrlichem Chaos, lässt dich Texturen stapeln und sogar absoluten Dreck erzeugen, wenn du den Looper in den Klangwahnsinn treibst.

Für alle, die auf Sound-Chaos stehen, sind diese Glitches pures Gold. HAINBACH hofft augenzwinkernd, dass Bastl einige dieser Artefakte für die Freaks behält, die gern alles klanglich zerstören. Wer musikalischen Schabernack liebt, sollte sich diesen Abschnitt unbedingt im Video anschauen – Worte können die knusprigen, unvorhersehbaren Sounds kaum beschreiben, die entstehen, wenn man Loops wild hoch und runter pitcht. Das macht so viel Spaß wie ein BBQ, das völlig aus dem Ruder läuft.

Vom Glitch zur Glückseligkeit: Melodische Überraschungen

Lass dich nicht vom Chaos täuschen – die Bastl Kalimba kann auch süße, melancholische Melodien zaubern, bei denen man wie an einem entspannten Nachmittag am Yarra dahintreibt. HAINBACH zeigt, wie das interne Mikro das Zupfen der Zungen aufnimmt und damit die Physical Modeling- und FM-Engine antreibt. So entstehen alles von mikrotonalen Drones bis zu Lo-Fi-Study-Beats. Ein überraschender Wechsel nach dem vorherigen Glitch-Feuerwerk – dieser Kasten ist definitiv kein One-Trick-Pony.

Die FM-Engine liefert alles von Rhodes-artigen Klängen bis zu verträumten Pads, und das Metronom macht als Hi-Hat eine gute Figur. Egal ob sanfte Zupfer oder satte Drones – die Kalimba kann beides. Sie ist ein seltener Synth, der vom Outback-Sturm zur Sonntagsentspannung in Sekunden wechseln kann – aber erwarte nicht, dass sie dich dabei an die Hand nimmt.

Die FM-Engine ist simpel, aber ziemlich emotional – so auf eine Lo-Fi-Beats-zum-Lernen-Art.

© Screenshot/Zitat: Hainbach (YouTube)

Vielseitigkeit: Kalimba, aber anders

In Kombination mit den sechs Modulationspunkten bekommt man mit diesem Instrument eine Ausdrucksstärke, die weit über eine Kalimba…

© Screenshot/Zitat: Hainbach (YouTube)

Jetzt wird’s spannend. HAINBACH erkundet die Vielseitigkeit der Bastl Kalimba, wechselt zwischen traditionellem Zupfen und experimentellem Pad-Modus. Man kann sie mit anderen Instrumenten kombinieren, die goldenen Platten für touch-sensitives Spiel nutzen und sich in ein Feature-Set stürzen, das internen Lautsprecher, verschiedene Skalen, Arpeggiator, Delay, Reverb, Modulations-Buttons, Beschleunigungssensor, MIDI und mehr umfasst. Bastl hat gefühlt ein ganz Festival in ein Gerät gepackt, das locker in den Rucksack passt.

Wer schon Kalimba spielt, wird merken: Die Zungen sind etwas rau, die Spieltechnik ist anders. HAINBACH gibt zu, dass es weniger bequem ist als bei manchen akustischen Kalimbas, aber der expressive Pad-Modus und die Modulationsmöglichkeiten eröffnen eine neue Klangwelt. Egal ob Knöpfchendreher oder Fingerzupfer – hier gibt’s viel zu entdecken, und die wahre Magie erlebt man am besten in den Performance-Szenen des Videos. Glaub mir, das willst du selbst sehen (und hören).

Bastls Mut: Ein Synth für die Mutigen

Bastl hatte noch nie Angst davor, Grenzen zu sprengen, und die Kalimba ist da keine Ausnahme. HAINBACH feiert ihren Mut, sich auf Neues einzulassen, und nennt dieses Instrument einen Liebesbrief an akustische Kuriositäten und eine frische Leinwand für spontane Kreativität. Sie will nicht deine klassische Kalimba ersetzen – sie geht ihren ganz eigenen, wilden Weg.

Wer einen portablen, verspielten Synth sucht, der Couch-Jams und spontane Outdoor-Sessions gleichermaßen mitmacht, sollte die Bastl Kalimba im Auge behalten. Sie ist so mutig und unberechenbar wie ein Outback-Gewitter – du wirst sie entweder lieben oder sofort die Flucht ergreifen. Dazwischen gibt’s nix, mate.


Übersetzt aus dem Englischen. Den Originalbeitrag findest du hier: https://synthmagazine.com/hainbach-gets-weird-bastl-kalimba-reviewed-like-a-roo-on-a-trampoline/
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