Korg kehrt mit dem miniKORG 700Sm zu seinen Wurzeln zurück – ein kompakter Analogsynthesizer, der dem allerersten Korg-Synthesizer Tribut zollt und gleichzeitig zahlreiche moderne Upgrades bietet. In diesem offiziellen Korg-Walkthrough taucht man ein in die Dual-VCO-Architektur, den klassischen Traveller-Filter und eine Reihe neuer Features, die sowohl für Studio als auch Bühne gedacht sind. Erwartet werden eine Mischung aus Retro-Ästhetik, direkter Bedienung und praxisnahen Verbesserungen wie Patch-Speicher, erweiterte Arpeggiator-Modi und vielseitige Anschlussmöglichkeiten. Wer wissen will, wie Korgs Vintage-Geist in ein zeitgemäßes Instrument übersetzt wird, bekommt hier die wichtigsten Fakten mit echtem Praxisfokus.

23. Mai 2025
MILES
Korg miniKORG 700Sm: Analoger Vintage-Charme trifft moderne Konnektivität
Klassiker neu gedacht für moderne Musiker
Der miniKORG 700Sm ist Korgs Hommage an den ursprünglichen Mini Korg 700 und verbindet Vintage-Design mit einer Reihe zeitgemäßer Features. Mit 86 % der Originalgröße ist er kompakt genug für moderne Setups, behält aber das Frontpanel-Layout bei, das schon in den 1970ern für Spielfreude sorgte. Diese Anordnung, ursprünglich für das Spielen auf Orgeln gedacht, platziert alle wichtigen Parameter griffbereit – ideal für ausdrucksstarke Bass- und Leadlines.
Korgs Ansatz ist es, die Vergangenheit zu ehren und gleichzeitig die Anforderungen heutiger Studio- und Live-Performer zu erfüllen. XY-Joystick, Aftertouch, Patch-Speicher und ein erweiterter Arpeggiator zeigen: Dieser Synth fühlt sich im DAW-losen Jam ebenso wohl wie im klassischen Keyboard-Setup. Das Ergebnis ist ein Instrument, das vertraut und gleichzeitig frisch wirkt.

"This is our tribute to the Mini Korg 700 and back in the 70s with the added addition of XY joystick, after touch on the keybed, patch memories, an expanded arpeggiator, great spring reverb and added connections to bring it more into line with modern production environments."
© Screenshot/Zitat: Korgofficial (YouTube)
Dual-VCOs, Traveller-Filter und analoger Charakter

"To access the second VCO, all you have to do is flick the switch and then you'll hear the second oscillator coming in by using the balance fader."
© Screenshot/Zitat: Korgofficial (YouTube)
Im Zentrum des 700Sm stehen zwei authentische analoge VCOs – eine klare Anspielung auf die 700S-Version von 1974. Die Oszillatorsektion bietet Triangle, Square, Saw und Pulsweitenmodulation, dazu die Möglichkeit, beide VCOs zu verstimmen und zu mischen – für klassische Duett- oder Ringmodulations-Sounds. Weißes und gestimmtes Rauschen erweitern das Klangspektrum für perkussive und experimentelle Klänge, und mit dem Balance-Fader lassen sich die Oszillatoren gezielt mischen oder isolieren.
Der Traveller-Filter ist ein echtes Markenzeichen: Tief- und Hochpass-Fader mit abnehmbaren Anschlägen ermöglichen Bandpass- oder uneingeschränkte Filterfahrten – je nach Vorliebe. Resonanz (hier als „Bright“ bezeichnet) und ein Hüllkurvenfolger sorgen für zusätzlichen Charakter, während ein LFO-gesteuertes Vibrato („Travel Vibrato“) Bewegung ins Filter bringt. Farblich codierte Bedienelemente erleichtern die Orientierung, und der Vier-Wege-Joystick sowie Aftertouch eröffnen expressive Modulationsmöglichkeiten, die weit über das Original hinausgehen.
Arpeggiator-Evolution: Vom simplen Repeat zum Kreativwerkzeug
Der Arpeggiator des ursprünglichen Mini Korg war eine simple Repeat-Funktion, die auf einzelne Noten beschränkt war. Im 700Sm hat Korg daraus einen vollwertigen Arpeggiator mit mehreren Modi gemacht – darunter Up, Down, Up-and-Down und Random. Die Bedienung ist unkompliziert: Bank-Taste halten, Repeat-Schalter umlegen, und schon kann man zwischen den Modi wechseln – perfekt, um rhythmische Vielfalt ins Patch zu bringen.
Eine Hold-Funktion ermöglicht freihändiges Spielen, sodass man während des Arpeggios andere Parameter bearbeiten kann. Damit wird aus dem Arpeggiator ein echtes Kreativwerkzeug, das sowohl beim Komponieren als auch live überzeugt. Das Video zeigt, wie schnell sich die Modi wechseln lassen und wie der Ideenfluss nicht ins Stocken gerät.

"With this version we've added more arpeggiator modes and you access those by holding down bank and then just flicking the repeat switch and you see that now we've got access to these different modes."
© Screenshot/Zitat: Korgofficial (YouTube)
Patch-Speicher: Vintage-Sound, moderner Workflow

"It's absolutely brilliant having these patch memories as well."
© Screenshot/Zitat: Korgofficial (YouTube)
Patch-Speicher ist eine der wichtigsten Neuerungen und erlaubt das Speichern und sofortige Abrufen von bis zu 14 Sounds in zwei Bänken. Das ist ein gewaltiger Fortschritt gegenüber dem Original, das keinerlei Speicher bot. Mit der Panel-Taste wird das aktuelle Klangbild direkt auf die aktuellen Regler- und Schalterstellungen gesetzt – ein durchdachtes Feature für alle, die gerne spontan schrauben. In Kombination mit der mitgelieferten Librarian-Software wird das Verwalten und Sichern der Sounds zum Kinderspiel und verbindet Hardware und Software ganz selbstverständlich.
Konnektivität: Brücke zwischen Studio, Bühne und Modularwelt
Korg hat den 700Sm mit einer umfassenden Anschlussvielfalt ausgestattet, die verschiedenste Setups unterstützt. USB- und MIDI-Eingänge ermöglichen die Integration in Computer- und Controller-Umgebungen, während CV- und Gate-Eingänge die Tür zur Modular- und Vintage-Welt öffnen. Stereo-Ausgänge, ein unabhängiger Kopfhörerausgang und ein Audioeingang für externe Signale (durch Filter und Federhall) runden das Hardware-I/O ab.
Sync-In- und -Out-Buchsen erlauben es, Arpeggiator oder Sequencer mit Geräten wie der Korg Volca-Serie zu synchronisieren – für tightes Timing in DAW-losen oder hybriden Setups. Die mitgelieferte Software – sowohl ein Librarian als auch eine vollständige Software-Version des MiniKorg 700S – sorgt für noch mehr Flexibilität und erlaubt den nahtlosen Wechsel zwischen Hardware und Plugin. Unterm Strich ist der 700Sm darauf ausgelegt, sich in praktisch jedes Setup einzufügen – vom klassischen Keyboard-Stack bis zum modernen Modularsystem.
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