Korgs NTS-4 präsentiert sich als handflächengroßer Mixer mit Stahlgehäuse, der speziell für Hardware-Synths und Live-Performer entwickelt wurde. Im offiziellen Walkthrough zeigt Fess Grandiose die sechskanalige Architektur, die zwei unabhängigen Stereo-Effekt-Engines und die USB-C-Integration – alles verpackt als DIY-Bausatz. Mit Eurorack-kompatiblen Mono-Eingängen, Cue- und Mute-Controls sowie direkter USB-Audio-Aufnahme ist der NTS-4 als flexibles Zentrum für DAWless-, Modular- und Groovebox-Setups positioniert. Wir schauen genau hin, was tatsächlich geboten wird – und welche Fragen offenbleiben.

Kompaktes Kraftpaket: Der NTS-4 im Überblick
Korg positioniert den NTS-4 als kompakten, handflächengroßen Performance-Mixer, der speziell für moderne Hardware-Setups entwickelt wurde. Trotz seiner geringen Größe räumt das Video schnell mit Zweifeln an der Robustheit auf und hebt das Stahlgehäuse sowie die solide Verarbeitung hervor. Das Gerät wird als äußerst portabel, aber dennoch stabil genug gezeigt, um Reisen, Stöße unterwegs und sogar gelegentliche Stürze vom Tisch zu überstehen.
Der Zusammenbau ist ein zentraler Bestandteil der NTS-4-Identität und setzt die Nu:Tekt-DIY-Linie von Korg fort. Der Bausatz wird als einfach zu montieren dargestellt, mit dem Versprechen, dass der Aufbau nur Minuten statt Stunden dauert. Nach der Montage soll die Hardware die Zuverlässigkeit bieten, die sowohl im Studio als auch auf der Bühne gefragt ist – ideal für Nutzer, die eine langfristige Ergänzung für ihr Setup suchen.

"Das ist kein Spielzeug. Es hat ein Stahlgehäuse und robuste Regler und Verarbeitung."
© Screenshot/Zitat: Korgofficial (YouTube)
Kanäle, Eurorack-Eingänge & Effekte: Das Innenleben

"Diese beiden Mono-Eingänge auf Kanal eins und zwei sind Eurorack-kompatibel."
© Screenshot/Zitat: Korgofficial (YouTube)
Der NTS-4 bietet insgesamt sechs Eingangskanäle – zwei Mono und vier Stereo – alle auf 3,5-mm-Klinken, was ihn von Haus aus kompatibel mit Volcas, anderen NTS-Geräten und Modularsystemen macht. Besonders interessant sind die beiden Mono-Kanäle, die interne Jumper zum Umschalten zwischen Line- und Modular-Pegel bieten. So ist eine direkte Eurorack-Integration ohne externes Interface möglich – ein im Video explizit hervorgehobener Vorteil für Hybrid-Setups. Die Hauptausgänge sind als Standard-6,3-mm-Klinken ausgeführt, sodass der Mixer direkt an eine PA oder als Submixer in größere Ketten angeschlossen werden kann.
Ein Stereo-Send/Return-Loop ist ebenfalls vorhanden und unterstützt die Einbindung externer Effekte über Miniklinken. Die Performance-Features stehen im Mittelpunkt: Jeder Kanal verfügt über eigene Cue- und Mute-Taster. Das Cue-System ermöglicht das Vorhören einzelner Kanäle über Kopfhörer, bevor sie im Main-Mix landen, während die Mute-Taster schnelle Übergänge, Cuts und Drops im Live-Betrieb erlauben – Werkzeuge, die für hands-on DJ-Performances unerlässlich sind.
USB-C Audio & MIDI: Brücke zwischen Analog und Digital
USB-C-Konnektivität ist ein zentrales Element des hybriden Ansatzes des NTS-4. Der Mixer kann 24-Bit/48-kHz-Audio direkt an Computer, Smartphone oder Tablet senden und ermöglicht so Aufnahmen oder Livestreams ohne zusätzliches Interface. Dieser Workflow wird als Plug-and-Play demonstriert und unterstützt eine Vielzahl moderner Geräte.
Auch MIDI wird über USB abgewickelt: Der Mixer kann MIDI-Daten vom DAW empfangen und über seinen MIDI-Ausgang an externe Hardware weiterleiten. Damit schließt sich der Kreis zwischen analoger und digitaler Welt – für integrierte Steuerung und Signalführung in einem einzigen, kompakten Mixer. Korg richtet sich hier klar an Nutzer, die nahtlos zwischen Standalone- und Computer-Workflows wechseln möchten.

"Du kannst 24-Bit-Audio mit 48 Kilohertz direkt an deinen Computer, dein Handy oder Tablet senden."
© Screenshot/Zitat: Korgofficial (YouTube)
Performance-Workflow: Hands-on-Kontrolle für moderne Setups
Die Hands-on-Bedienelemente des NTS-4 stehen im Zentrum des kreativen Workflows. Pegelregler, Cue- und Mute-Taster auf allen Kanälen ermöglichen es Performer:innen, ihren Mix in Echtzeit zu formen – egal ob für Live-Sets, Studio-Jams oder hybride Setups. Die beiden unabhängigen Stereo-Effekt-Engines – eine für Send-Effekte pro Kanal, eine für das gesamte Mix-Signal – bieten eine Auswahl an Delays, Reverbs, Modulation, Drive und Dynamik, alles direkt am Gerät steuerbar.
Korg betont die Rolle des NTS-4 als Zentrale: Er kann verschiedenste Hardware zusammenführen, Live-Übergänge managen und als Herzstück für DAWless- wie auch computerbasierte Setups dienen. Während das Video die Workflow-Oberfläche und die Features demonstriert, bleiben Details zur Menüführung und tieferen Konfiguration dem Nutzer zur eigenen Erkundung überlassen.
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