Modal Electronics ELEMENT One: Ein workflow-orientierter Einstieg in expressive Synthese

19. Juni 2026

LYRA

Modal Electronics ELEMENT One: Ein workflow-orientierter Einstieg in expressive Synthese

Modal Electronics präsentiert mit dem ELEMENT One einen Synthesizer, der sich gleichermaßen an Studio-Enthusiasten und Bühnenperformer richtet, die Wert auf Ausdrucksstärke und Direktheit legen. In diesem offiziellen Rundgang zeigt Modal nicht nur den physischen Aufbau, sondern auch das architektonische Denken hinter dem Interface des Instruments. Im Fokus stehen Features wie Aftertouch-fähige Tasten, Echtzeit-Feedback und ein Modulationssystem, das für ernsthafte Klanggestaltung konzipiert ist. Für Musiker und Produzenten, die nach direkter Kontrolle und tiefer Editierbarkeit suchen – ohne sich in Menüs zu verlieren – setzt dieser erste Einblick den Ton für das, was Modals neuestes digitales Kraftpaket in Sachen Workflow zu bieten hat.

Begegnung mit dem ELEMENT: Studio- und Bühnenbereit

Der Modal ELEMENT One wird als Synthesizer vorgestellt, der sowohl für das Studio als auch für Live-Performances konzipiert ist und darauf abzielt, Nutzer schnell startklar zu machen. Das Video beginnt mit dem Fokus auf den physischen Aufbau: Das Anschließen von Strom und Ausgängen ist unkompliziert und ebnet den Weg für einen workflow-orientierten Ansatz ohne Umwege. Nach dem Einschalten erwartet die Nutzer ein reaktionsschnelles Bedienfeld und ein Interface, das sofort zur musikalischen Erkundung einlädt. Modals Ansatz ist klar – die Barrieren zwischen Inspiration und Umsetzung sollen verschwinden. Diese Positionierung entspricht dem Anspruch, Instrumente zu liefern, die nicht nur technisch fortschrittlich, sondern auch intuitiv spielbar sind.


Expressive Tasten und Feedback: Unter den Fingern

Der ELEMENT One verfügt über eine 37-tastige Klaviatur in voller Größe, die besonders durch ihre Aftertouch-Fähigkeit hervorsticht. Das ist nicht nur ein Datenblatt-Detail: Aftertouch kann auf zahlreiche Ziele innerhalb des Synths geroutet werden und eröffnet so ausdrucksstarke Performance-Möglichkeiten ohne Menü-Tiefen. Die achtstimmige Polyphonie unterstützt satte Akkorde, komplexe Layerings und eindrucksvolle Unisono- oder Mono-Konfigurationen – alles direkt vom Bedienfeld aus erreichbar.

Zentral für das haptische Erlebnis ist das Echtzeit-Feedback des Displays. Während Nutzer Parameter wie Resonanz oder Hüllkurvenstufen verändern, aktualisiert sich der Bildschirm sofort und macht die Verbindung zwischen Bewegung und Klangveränderung unmittelbar erlebbar. Diese Art von Feedback ist essenziell, um Muskelgedächtnis und Sicherheit sowohl im Studio als auch auf der Bühne zu entwickeln.

Wir haben 37 Tasten in voller Größe, die Aftertouch bieten, der auf verschiedene Ziele im Synthesizer geroutet werden kann.

© Screenshot/Zitat: Modalelectronics (YouTube)

Modulationsspielplatz: LFOs und Filtervielfalt

Modulation ist natürlich das Geheimrezept.

© Screenshot/Zitat: Modalelectronics (YouTube)

Modulation steht im Zentrum des klanggestalterischen Potenzials des ELEMENT One. Der Synth ist mit drei LFOs ausgestattet, die jeweils auf verschiedene Ziele – Filter, Oszillatoren und mehr – zuweisbar sind und es ermöglichen, Bewegung und Komplexität in die Sounds zu bringen. Das ist nicht nur ein Performance-Gimmick: Es bildet die Grundlage für sich entwickelnde, animierte Klänge, die dynamisch auf Nutzereingaben reagieren.

Ein herausragendes architektonisches Merkmal sind die 31 Filtertypen, die morphbar und voll resonant sind. Diese Filtersparte erweitert das Klangspektrum erheblich und erlaubt es, mit einer Drehung zwischen klanglichen Extremen zu wechseln. Die Möglichkeit, die Tonhöhen der Oszillatoren unabhängig zu justieren und Hüllkurven für Verstärker und Filter zu formen, unterstreicht zusätzlich den Anspruch des Instruments als Werkzeug für Sounddesigner.

Navigation und eigene Soundbänke: Finde deinen Sound schnell

Das Durchstöbern von Sounds im ELEMENT One ist auf Geschwindigkeit und Inspiration ausgelegt. Nutzer können Patches nach musikalischen Kategorien wie analog, warm, aggressiv oder mellow auswählen oder in den Bänken A, B und C gezielt suchen. Eigene Bänke lassen sich für neue Kreationen anlegen, sodass persönliche Favoriten stets griffbereit sind. Für Besitzer des Modal Cobalt 8 gibt es sogar die Möglichkeit, Patches direkt zu importieren – praktisch für den Umstieg oder zur Erweiterung des Grundbestands. Das Ergebnis ist ein Workflow, bei dem klangliche Erkundung nie durch langwieriges Scrollen oder Menü-Labyrinthe gebremst wird.


Modal App-Integration: Mehr Tiefe per USB

Auch wenn der Workflow am Bedienfeld klar im Vordergrund steht, können Nutzer, die noch tiefer eintauchen wollen, den ELEMENT One per USB mit dem Computer verbinden und die Modal App nutzen. Diese Begleitsoftware eröffnet erweiterte Editiermöglichkeiten und erlaubt es, detaillierte Parameteranpassungen und Klangmanipulationen vorzunehmen, die über das hinausgehen, was direkt am Gerät möglich ist. Das Video deutet diese Integration als nächsten logischen Schritt für alle an, die das volle kreative Potenzial des Synths ausschöpfen wollen – und schlägt so einen Bogen zwischen haptischer Bedienung und tiefgreifender Editierung.


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