Starsky Carrs Erica Synths Resonant Filterbank Test: Kein EQ für Omas Wohnzimmer

9. Juni 2026

SPARKY

Starsky Carrs Erica Synths Resonant Filterbank Test: Kein EQ für Omas Wohnzimmer

Starsky Carr stürzt sich kopfüber in den Erica Synths Resonant Filterbank und kommt nur leicht angesengt wieder raus. Vergiss alles, was du über Filterbanks und Graphic EQs zu wissen glaubst – diese Kiste bringt mehr Hitze als ein Toaster-Fight auf einer illegalen Lagerhaus-Rave. In klassischer Starsky-Manier drückt, schiebt und quält er das Filterbank weit über die Grenzen des Anstands hinaus, zerlegt die Serge Modular-Wurzeln, vier wilde Modi und Performance-Tricks, bei denen die meisten Desktop-Boxen nach ihrer Firmware-Mama schreien würden. Wer es brav will, ist hier falsch – das ist ein Chaos-Modul für Mutige.

Kein gewöhnliches Filterbank: Erste Eindrücke

Starsky Carr macht gleich zu Beginn klar, dass der Erica Synths Resonant Filterbank weit mehr ist als ein aufgehübschter Graphic EQ. Direkt zum Start jagt er das Eingangssignal hoch und dreht die Resonanz auf, um die bissige Seite der Kiste zu zeigen. Das hier ist kein höfliches Studio-Tool – das ist eine analoge Straßenwaffe mit Attitüde, vollgepackt mit fieser Selbstoszillation und Feedback-Optionen.

Was sofort auffällt: Das Filterbank sieht aus wie ein Relikt aus einem vergessenen Radio Shack-Rave, benimmt sich aber überhaupt nicht so. Starskys kompromissloser Stil schneidet durch jeden Hype: Diese Maschine kann so musikalisch oder so durchgeknallt sein, wie du willst – und das ist erst der Anfang. Schon das Intro zeigt: Diese Box ist nicht da, um brav EQ-Kurven zu formen – sie will Ärger machen.

Wenn du dachtest, der Resonant Filterbank wäre nur ein schicker Graphic EQ – denk nochmal nach.

© Screenshot/Zitat: Starskycarr (YouTube)

Vier Modi, endloses Chaos

Beim Eintauchen in die vier Hauptmodi zeigt Starsky, wie viel Chaos diese kleine Kiste anrichten kann. Es gibt den Filterbank-Modus für klassisches Multiband-Shaping, den Filter-Modus mit Low-, High-, Band- und Notch-Optionen, Clocked Modulation für spektrale Sequenzen und Dynamic EQ für pumpende Absurditäten. Du bist nicht auf einen Sound festgelegt – jeder Modus bricht die Regeln und bietet seinen eigenen Weg, deinen Sound kreativ zu zerlegen.

Die Bedienung ist für Tweak-Freaks gemacht: LFOs und Hüllkurven modulieren fast alles, und Stereo-Features wie Spread und Offset sorgen für Breite und Unberechenbarkeit. Egal ob subtile Bewegung oder kompletter Audio-Wahnsinn – die Modi des Resonant Filterbank sind eine Inspirationsquelle, die deine Patchkabel verknotet und deinen Tracks ordentlich Charakter verpasst.


Serge-DNA: Große Septimen und Filterbank-Funk

Es klingt mehr wie ein Musikinstrument als ein gewöhnliches Mischwerkzeug.

© Screenshot/Zitat: Starskycarr (YouTube)

Starsky lüftet das Geheimnis um die Wurzeln des Erica und führt sie direkt auf den legendären Serge Resonant Equalizer zurück. Anders als bei gewöhnlichen EQs sind die Filterbänder hier in großen Septimen gestimmt – nicht in Oktaven. Das heißt: Die Frequenzen treten sich nicht gegenseitig auf die Füße. Das Ergebnis? Eine Musikalität und harmonische Fülle, die mehr Instrument als Werkzeugkasten ist.

Wenn er das Feedback auf jedem Band aufdreht, spuckt das Filterbank eine unfassbar fette Sägezahnwelle aus, die sofort gesampelt werden will. Das ist nicht nur eine Hommage an den Serge – Erica Synths haben die Idee aufgemotzt, digitale Kontrolle und wilde Modulation auf analoge Power gepackt. Wer es klinisch und sauber will, ist hier falsch; das ist Filterbank-Funk in seiner saftigsten Form.

Performance-Tricks: Feedback, Routing und Morphing-Wahnsinn

Wo die Erica Synths-Kiste den Serge wirklich alt aussehen lässt, ist ihr Arsenal an modernen Tricks. Starsky hebt das Feedback-Routing pro Band hervor – etwas, wovon der Serge nur träumen konnte – dazu Dual-Resonanz, Attenuverter-Steuerung und Stereo-Kanalwahl. Damit kannst du jedes Filterband einzeln routen und zerlegen und so Texturen erschaffen, die weit über Vintage-Grenzen hinausgehen.

Und dann kommt die digitale Soße: Snapshot-Pools mit MIDI-getaktetem Morphing lassen dich komplette Einstellungen im Beat wechseln, während LFO- und Envelope-Mods so tief gehen, wie du willst. Macro-Pages machen Live-Tweaking zum Kinderspiel – zumindest, wenn die Firmware mitspielt. Das sind Features, die aus einem Studio-Filter ein Performance-Tool für den Rave-Bunker machen. Wer das Menü-Gewühle scheut, sollte sich Starskys Video anschauen, um zu sehen, wie verrückt das in Aktion wird.

Jetzt morphen wir zwischen all diesen Presets.

© Screenshot/Zitat: Starskycarr (YouTube)

Fazit: Firmware wackelt, aber die Kiste feiert

Das ist ein experimenteller Spielplatz für alles Mögliche – viel, viel tiefer als ich erwartet hatte.

© Screenshot/Zitat: Starskycarr (YouTube)

Starsky schließt mit einem ehrlichen Fazit: Der Erica Synths Resonant Filterbank ist viel tiefer und experimenteller als erwartet, mit nur wenigen kleinen Firmware-Macken – vor allem bei Parameter-Pickup und Macro-Bugs. Trotzdem sind diese Ärgernisse im Vergleich zur klanglichen Feuerkraft eher nebensächlich.

Das ist kein Gerät für Zaghafte oder die ‚Einstellen und vergessen‘-Fraktion – das ist ein experimenteller Spielplatz, der zum Ausprobieren, Patchen und Über-die-Grenzen-Gehen einlädt. Wer wirklich hören will, was dieses Biest kann, muss das Video schauen und den Sound aufdrehen. Wie Starsky sagt: Hol dir eins, wenn dein Setup von brav zu brutal werden soll. Lass dich von der konservativen Optik nicht täuschen – das Teil tritt wie ein besoffenes Pferd.

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