In dieser ausführlichen Session stellt Yamaha Synths Official gemeinsam mit den Fingerdrumming-Champions Steve Nash und Simon Raschen das FGDP-50 vor. Sie analysieren das unkonventionelle Pad-Layout, demonstrieren grundlegende und fortgeschrittene Fingerdrumming-Techniken und führen durch praxisnahe Übungen für Timing und Groove. Mit Einblicken in Anschlagdynamik, individuelle Setups und nahtlose Integration mit Ableton Live ist dieses Video ein Muss für digitale Einsteiger und erfahrene Beatmaker, die neue ergonomische Workflows suchen. Die Session endet mit einer energiegeladenen Live-Jam, die die Vielseitigkeit des FGDP-50 vom Studio bis zur Bühne zeigt.

2. Juli 2026
LYRA
Yamaha Synths Official: Finger Drumming neu gedacht mit dem FGDP-50
Ein neues Pad-Paradigma: Das einzigartige Layout des FGDP-50
Das FGDP-50 tritt als speziell für Fingerdrumming entwickeltes Instrument auf und verabschiedet sich bewusst von den klassischen 4×4- oder 8×8-Rasterlayouts, die Pad-Controller seit Jahrzehnten prägen. Yamahas Design ist hier nicht nur kosmetisch – es ist ein ergonomisches Umdenken, das die Pads in einer Konfiguration anordnet, die auf die natürliche Bewegung der Finger abgestimmt ist. Im Gespräch zwischen Steve Nash und Simon Raschen wird deutlich, wie dieses neue Format einen ökonomischeren und organischeren Spielstil fördert, indem Kick, Snare und Hi-Hat für effizientes Einhandspiel positioniert werden.
Anders als bei den üblichen quadratischen Anordnungen ist das Pad-Layout des FGDP-50 auf die Drei-Finger-Technik zugeschnitten, wie beide Künstler erklären. So lassen sich Grundgrooves bequem mit einer Hand spielen, während die andere Hand Verzierungen oder zusätzliche Sounds einbringen kann. Der Fokus des Instruments auf Fingerdrumming als eigene Disziplin ist klar: Es handelt sich nicht einfach um einen Sampler mit Pads, sondern um ein dediziertes Werkzeug für nuancierten, rhythmischen Ausdruck.

"Das ist ein ziemlich einzigartiges Konzept, denn diese Maschine wurde speziell für Fingerdrummer entwickelt."
© Screenshot/Zitat: Yamahasynthsofficial (YouTube)
Fingerdrumming-Techniken: Jenseits des Rasters
Das Video steigt direkt in die Technik ein, wobei Steve und Simon ihre individuellen Herangehensweisen am FGDP-50 teilen. Während das Instrument für die Drei-Finger-Methode – Daumen, Zeige- und Mittelfinger für Kick, Snare und Hi-Hat – optimiert ist, bleibt Raum für persönliche Anpassungen. Steve etwa kombiniert die Pads des FGDP-50 mit MIDI-Steuerung in Ableton Live und schafft so ein hybrides Setup aus internen Sounds und externen Samples – ein Beleg für die Flexibilität des Workflows.
Simon bringt als Drummer seine eigene Perspektive ein und hebt hervor, wie das Layout des Instruments sowohl klassisches als auch kreatives Beatmaking unterstützt. Das Zusammenspiel ihrer Philosophien unterstreicht, dass das FGDP-50 verschiedenste Techniken unterstützt – egal, ob man aus der klassischen Drummer-Ecke oder der Controller-Welt kommt.
Übungen für Skills: Praxis, Timing und Groove

"Meine Empfehlung beim Fingerdrumming – egal ob Anfänger oder Fortgeschrittener: Nutzt ein Metronom, es hilft euch, im Timing zu bleiben."
© Screenshot/Zitat: Yamahasynthsofficial (YouTube)
Einer der praxisnahesten Abschnitte des Videos ist der Durchgang grundlegender Fingerdrumming-Übungen. Steve Nash betont die Bedeutung, beide Hände und beide Gehirnhälften zu trainieren – unabhängig davon, ob man Rechts- oder Linkshänder ist. Die erste Übung besteht darin, einfache Rhythmen zwischen den Händen abzuwechseln, wobei Konsistenz und Kontrolle im Fokus stehen. Beide zeigen, wie man die Führung wechselt und das Timing hält.
Zentral für diese Übungsphilosophie ist der Einsatz eines Metronoms. Beide Drummer unterstreichen, dass Fingerdrummer – wie Live-Drummer mit In-Ear-Monitoring – mit Klick üben sollten, um das Timing zu verinnerlichen. Die Übungen steigern sich in der Komplexität, beginnen mit einfachen Achtelnoten und gehen zu Sechzehnteln über, wobei stets der Spaß am Spielen im Vordergrund steht.
Im weiteren Verlauf werden Zwei- und Drei-Finger-Techniken demonstriert, was zeigt, dass das Design des FGDP-50 flexibel genug für verschiedene Handtechniken und Schwierigkeitsgrade ist. Das Video ermutigt dazu, beide Ansätze auszuprobieren und Wert auf persönlichen Komfort und musikalisches Ergebnis zu legen.
Anschlagdynamik, Sensitivität und individuelle Workflows
Yamahas Fokus auf Anschlagdynamik ist hier ein herausragendes Merkmal, und die Künstler zeigen, wie sich die Pad-Dynamik direkt in ausdrucksstarke Kontrolle über die Drumsounds übersetzt. Das FGDP-50 erlaubt es, die Anschlagsdynamik im Menü anzupassen, die Sensitivität feinzujustieren oder für bestimmte Anwendungen feste Werte zu setzen. Steve hebt das taktile Feedback der Pads hervor, besonders bei Snare-Schlägen, und wie nuanciertes Spiel vom Sound-Engine belohnt wird.
Auch die Workflow-Anpassung kommt nicht zu kurz: Steve beschreibt seine eigene App, die als MIDI-Übersetzer zwischen FGDP-50 und Ableton Live dient und maßgeschneiderte Setups ermöglicht, die interne und externe Sounds kombinieren. Dieser hybride Ansatz wird live demonstriert – mit eigenen Presets und Routing, die einen nahtlosen Wechsel zwischen der internen Engine des FGDP-50 und DAW-basierten Drumracks erlauben. Die Flexibilität ist ein klares Plus für moderne Beatmaker, die sowohl Standalone-Fähigkeit als auch enge DAW-Integration erwarten.

"Das Tolle hier ist, dass man die anschlagdynamischen Pads wirklich spürt. Es macht einen Unterschied, wie man das Pad trifft."
© Screenshot/Zitat: Yamahasynthsofficial (YouTube)
Live-Jam: Das FGDP-50 in Aktion
Die Session gipfelt in einer Live-Fingerdrumming-Jam, bei der Steve und Simon Grooves austauschen und die Bandbreite des FGDP-50 zeigen. Hier wird die Designphilosophie des Instruments lebendig: Jeder Spieler navigiert durch eigene Setups und verschiedene Pad-Techniken, wechselt Presets und demonstriert, wie sich das FGDP-50 sowohl als Solo-Performance-Tool als auch im kollaborativen, improvisierten Kontext bewährt. Die Energie der Jam unterstreicht die Eignung des Instruments für Studio und Bühne – mit Portabilität und Batteriebetrieb als Pluspunkte für mobile Sessions.
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