Was passiert, wenn ein Multiinstrumentalist und Klaviertechniker Yamahas Montage M7 spielt? Jay Esplana teilt Rituale, Lieblingsfunktionen und wie MODX M und Montage M seinen Workflow prägen.

3. September 2026
LYRA
Yamaha Synths Official: Jay Esplana über Montage M7, Ausdruck und Performance-Workflow
Das musikalische Moment finden
Jay Esplana eröffnet das Video mit einer Reflexion über jene einzigartigen Momente von Selbstwahrnehmung und Flow, die eine bedeutungsvolle Bühnenperformance ausmachen. Er beschreibt diese seltenen Zeiten, in denen alles langsamer erscheint und Musiker sich selbst von außen betrachten, während sie realisieren, dass sie gerade Teil von etwas Besonderem sind. Für Jay ist das nicht nur Sentimentalität: Es ist ein regelmäßiger Ankerpunkt, den er sich bewusst vornimmt, öfter wahrzunehmen und zu schätzen.
Als Multiinstrumentalist, Klaviertechniker und musikalischer Leiter stellt Jay ein Leben vor, das aus verschiedenen Perspektiven von Musik geprägt ist. Sein Alltag umfasst das Spielen von Klavier, Keyboards, Bass, Schlagzeug und Gesang sowie die technische Betreuung akustischer Klaviere. Er betont einen methodischen Ansatz beim Erkunden neuer Instrumente und sucht immer zuerst nach einem Patch oder Sound, der sich sofort musikalisch anfühlt, bevor er tiefer in Bearbeitungen oder Feinabstimmungen einsteigt.

"Es ist dieser Moment mitten im Spiel, in dem man sich selbst aus der dritten Person sieht."
© Screenshot/Zitat: Yamahasynthsofficial (YouTube)
MODX M und Montage M: Nahtloser Workflow

"Ich kann mit demselben USB-Stick von diesem Keyboard zum anderen wechseln, völlig reibungslos."
© Screenshot/Zitat: Yamahasynthsofficial (YouTube)
Jay hebt den mühelosen Wechsel zwischen Yamahas MODX M und Montage M Keyboards in seinem Live-Setup hervor. Er lobt die Kompatibilität und die Möglichkeit, mit nur einem gemeinsamen USB-Stick zwischen beiden Instrumenten zu wechseln – und beschreibt den Prozess als „reibungslos“.
Für ihn geht es bei dieser Integration nicht nur um Bequemlichkeit, sondern darum, eine konsistente Palette hochwertiger Sounds und Ausdrucksmöglichkeiten auf beiden Geräten zu nutzen. Die Kontinuität im Workflow ermöglicht es ihm, sich auf die Performance zu konzentrieren, da die Instrumente zuverlässig und reibungslos kommunizieren – ein entscheidender Faktor für Berufsmusiker, die zwischen verschiedenen Bühnen und musikalischen Kontexten wechseln.
Montage M7: Klangerzeuger und ausdrucksstarke Hardware
Das Video rückt die drei Klangerzeuger des Montage M7 in den Fokus: AWM2 für samplebasierte Realistik, FM-X für Frequenzmodulationssynthese und AN-X für analog modellierte Klangfarben. Diese Multi-Engine-Architektur bietet eine breite Klangpalette und ermöglicht es Musikern, akustische Emulation und digitale Synthese in einem Instrument zu vereinen.
Jay betont den Wert dieser Engines für die Gestaltung seines Sounds, doch ebenso wichtig sind ihm die umfangreichen Echtzeitkontrollen und das ausdrucksstarke FSX-Keyboard. Diese Hardware-Elemente sind nicht nur technische Features – sie beeinflussen direkt, wie ein Spieler mit dem Instrument interagiert und darauf reagiert, sowohl live als auch im Studio.
Aftertouch und Keyboard Hold: Ausdrucksstarke Werkzeuge im Fokus
Zu seinen Lieblingsfunktionen zählt Jay den Aftertouch des Montage M, den er als transformierend beschreibt. Die taktile Rückmeldung und Reaktionsfreudigkeit laden ihn unmittelbar dazu ein, noch intensiver mit den Sounds des Instruments zu interagieren – im Kontrast zu seinen Erfahrungen mit dem MODX M. Das Keyboard scheint auf seine Berührung zu „antworten“ und eröffnet ihm spontan neue Ausdrucksmöglichkeiten.
Auch die Keyboard-Hold-Funktion hebt er als unterschätztes Feature hervor – besonders, wenn er einmal ohne Sustain-Pedal dasteht. Für Jay ist sie nicht nur eine Notlösung, sondern ein Performance-Werkzeug, das kreative Ansätze ermöglicht und ihn auf der Bühne durch unerwartete Situationen bringt.

"Auch die Keyboard-Hold-Funktion ist wirklich raffiniert. Das ist eine Geheimwaffe."
© Screenshot/Zitat: Yamahasynthsofficial (YouTube)
Improvisation und die Suche nach Musikalität

"Man hört die Saxophone, die Posaunen und das Mundstück der Trompete."
© Screenshot/Zitat: Yamahasynthsofficial (YouTube)
Jay erzählt eine einprägsame Geschichte, wie er bei einem Auftritt auf einem Berg aus einer Metall-Geldklammer und einem Klinkenkabel ein Sustain-Pedal improvisierte – ein Beispiel für die Kreativität und Improvisationskunst, die Musiker manchmal brauchen. Diese Anekdote unterstreicht seine Philosophie: Selbst technische Rückschläge können mit der richtigen Einstellung zu kreativen Chancen werden.
Sein Ansatz bei einem neuen Synth beginnt immer damit, einen Patch zu suchen, der sich wirklich musikalisch anfühlt – oft Brass, Drums oder Strings – bevor er Parameter verändert. Er vergleicht das mit dem Probieren von Essen, bevor man es würzt, und plädiert für einen geduldigen, zuhörenden Workflow, der den Charakter des Instruments respektiert.
Jays Lieblingspatches, insbesondere die Brass-Sounds, die er von der Motif-Serie bis zu den aktuellen Yamaha-Keyboards übernommen hat, stehen exemplarisch für diese Suche nach Authentizität. Die Ausdrucksdetails in Sounds wie dem Sforzando Brass sind ihm wichtig: Es geht darum, nicht nur Töne, sondern die Persönlichkeiten verschiedener Bläser zu hören – die Nuancen, die Patches lebendig machen und zur Performance inspirieren.
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