OXI Instruments zeigt im Playbook die kreative Kraft des OXI One mkII, Velocity und Gate unabhängig zu sequenzieren. Durch unabhängige Loop-Punkte entstehen aus simplen Drum-Patterns komplexe, lebendige Grooves. Workflow-orientiert demonstriert das Video, wie der OXI One mkII mit seiner einzigartigen Step-Sequencing-Architektur und Groove-Formung überzeugt – ein Einblick in Aufbau und Live-Potenzial.

3. September 2026
LYRA
OXI Instruments: Polyrhythmische Grooves mit entkoppelter Velocity und Gate im OXI One mkII
OXI One mkII: Der Sequencer als Groove-Architekt
Das Video startet mit einer steilen These: Was wie ein völlig anderes Pattern klingt, ist tatsächlich dasselbe – verwandelt durch die Sequencing-Fähigkeiten des OXI One mkII. OXI Instruments positioniert den mkII nicht nur als Step-Sequencer, sondern als kreatives Gehirn für hybride Setups, mit besonderem Fokus auf direkte Kontrolle und rhythmische Manipulation. Die Oberfläche wird im Multi-Track-Modus gezeigt, vier Spuren laufen, jede lässt sich einzeln muten oder solo schalten.
Schnell wird klar: Der OXI One mkII ist mehr als ein klassischer Grid-Sequencer. Stattdessen lädt er dazu ein, Parameter wie Velocity und Gate pro Step direkt per Encoder zu bearbeiten. Dieser Workflow fördert schnelles Experimentieren – aus einem simplen, mechanischen Pattern wird so direkt etwas Organisches und Dynamisches, ohne das Hauptinterface verlassen zu müssen.
Velocity und Gate entkoppeln: Polyrhythmische Kontrolle
Im Zentrum steht das Alleinstellungsmerkmal des OXI One mkII: Velocity- und Gate-Werte lassen sich unabhängig von ihren Steps sequenzieren. Statt einer festen Abfolge, in der beide Parameter gekoppelt sind, kann jeder mit eigenem Start- und Endpunkt loopen. So lässt sich etwa eine Fünf-Step-Loop für Velocity und eine Sechs-Step-Loop für Gate einstellen – aus einem statischen Pattern entstehen sofort polyrhythmische, sich entwickelnde Grooves.
Das bleibt nicht theoretisch: Im Video werden Hihat, Kick, Bass und eine vierte Percussion-Spur durchgegangen, jeweils mit unterschiedlichen Loop-Längen für Velocity und Gate. Die Oberfläche gibt direkt visuelles Feedback: Aktive Steps leuchten hell, abweichende Steps sind gedimmt – so wird sichtbar, wo sich die rhythmische Überlagerung verschiebt. Das Ergebnis ist ein Groove, der sich ständig verändert, obwohl die eigentlichen Noten gleich bleiben.

"Du kannst jetzt Start- und Endpunkt deiner Velocity- und Gate-Seite auswählen."
© Screenshot/Zitat: Oxiinstruments (YouTube)
Loop-Punkte: Vom statischen zum lebendigen Groove

"Gleiches Pattern, völlig anderer Vibe."
© Screenshot/Zitat: Oxiinstruments (YouTube)
Ein Workflow-Highlight: Der OXI One mkII erlaubt es, Velocity- und Gate-Loops pro Spur unterschiedlich lang zu setzen und so den Groove radikal zu verändern. Das Video zeigt, wie aus einem simplen Drum-Pattern durch z. B. 12 Steps für Velocity und 9 oder 5 für Gate sofort komplexe, verschobene Rhythmen entstehen. Das System lädt zum Ausprobieren ein: Verschiedene Versionen werden gespeichert, verglichen und das ursprüngliche Pattern den neuen Varianten gegenübergestellt.
Durch das Layern dieser polyrhythmischen Sequenzen auf mehreren Spuren – Kick, Hihat, Bass und Percussion – entstehen Grooves mit wechselnden Akzenten und unvorhersehbarem Charakter. Der Prozess ist hands-on und iterativ: Nutzer:innen werden ermutigt, zu experimentieren, zu hören und Favoriten zu speichern. Das schnelle Umschalten und Vergleichen unterstreicht den Performance- und Sketch-Fokus des OXI One mkII.
Groove pro Spur: Microtiming und mehr
Im letzten Abschnitt rückt das Groove-Feature in den Fokus, das pro Spur separat eingestellt werden kann. Damit sind weitere Microtiming-Feinheiten möglich, die über das Entkoppeln von Velocity und Gate hinausgehen. Im Video werden verschiedene Groove-Presets – etwa Quinta Loca – auf einzelne Spuren gelegt, wodurch menschlicher Swing und subtile Timing-Variationen zu den bereits polyrhythmischen Sequenzen hinzukommen.
Das Zusammenspiel aus Groove-, Velocity- und Gate-Manipulation erzeugt Sequenzen, die sowohl konstruiert als auch organisch wirken. Der OXI One mkII ermöglicht es, diese komplexen Grooves schnell zu speichern, abzurufen und weiterzuentwickeln. Das Fazit deutet auf das kreative Potenzial hin: Die Technik funktioniert ebenso für Melodien – ein Ausblick auf kommende Videos. Für Groove-orientierte Producer und Live-Performer sticht der OXI One mkII mit seinem tiefen, aber direkt spielbaren Ansatz hervor.
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