OXI Instruments OXI One MKII: Modulationsspuren entfesselt

24. April 2026

LYRA

OXI Instruments OXI One MKII: Modulationsspuren entfesselt

OXI Instruments hat sich einen Namen gemacht mit Hardware, die als kreatives Steuerzentrum hybrider elektronischer Setups dient – und der OXI One MKII Sequencer bildet da keine Ausnahme. Im offiziellen Walkthrough taucht das Team tief in das Modulationsspur-System ein und zeigt, wie damit statische Patterns in lebendige, atmende musikalische Sequenzen verwandelt werden. Vom händischen Zeichnen von Modulationskurven über Echtzeit-Aufnahme bis zur DAW-Integration demonstriert das Video, wie OXIs Ansatz zur Modulation sowohl mächtig als auch zugänglich ist. Wer wissen will, wie digitale Sequencer-Architekturen expressive, sich entwickelnde Performances antreiben können – egal ob mit Modular, MIDI-Synths oder DAW – bekommt hier einen spannenden Einstieg in den Modulations-Workflow des OXI One MKII.

Von statisch zu dynamisch: Modulationsspuren im Zentrum

Der OXI One MKII wird als Sequencer vorgestellt, der weit über das bloße Triggern von Noten hinausgeht – seine Modulationsspuren sind darauf ausgelegt, ansonsten statische Patterns mit Leben zu füllen. Das Video beginnt mit der Betonung, wie essenziell Modulation für spannende, sich entwickelnde Musik ist und wie OXIs Architektur vielfältige Möglichkeiten bietet, Bewegung einzubringen: von dedizierten LFOs bis zu externen CV- und MIDI-CC-Quellen. Im Fokus dieser Episode stehen jedoch die Modulationsspuren, die als zentrales Werkzeug für die Automatisierung von Parametern und die Formung klanglicher Bewegung präsentiert werden.

Jeder Sequencer im OXI One MKII bietet acht völlig unabhängige Modulationsspuren, jeweils mit eigener Länge und Zeiteinteilung. Dieser modulare Ansatz ermöglicht es, eine breite Palette an Parametern – Pitch, Filter, Lautstärke oder sogar interne Sequencer-Einstellungen – über Hardware-Synths, DAWs oder Modularsysteme hinweg zu automatisieren. Als Klangquelle dient im Video das OXI Coral, wobei die tiefe MIDI-Implementierung und Instrumentendefinitionen den Mapping-Prozess der Modulationsziele deutlich vereinfachen. Der Workflow ist klar auf schnelles, händisches Arbeiten ausgelegt, wobei die Modulationsspuren das Rückgrat für ausdrucksstarkes Sequencing bilden.

Modulation ist eine der effektivsten Methoden, um eine statische Sequenz in etwas Lebendiges und Fesselndes zu verwandeln.

© Screenshot/Zitat: Oxiinstruments (YouTube)

Zeichnen, Editieren und Randomisieren: Modulationsspur-Grundlagen

Jede Spur kann bis zu 2 MIDI-CCs steuern, aber wir halten es vorerst einfach und nutzen nur eine.

© Screenshot/Zitat: Oxiinstruments (YouTube)

Im Walkthrough wird der taktile Prozess des Auswählens, Zeichnens und Editierens von Modulationsspuren demonstriert. Der Zugriff auf den Modulationsbereich ist unkompliziert: Eine dedizierte Taste zeigt alle acht Spuren und deren MIDI-Ziele an, während der Encoder zur Spurauswahl, zum Stummschalten und für den globalen Modulations-Offset dient. Die Benutzeroberfläche erlaubt es, Modulationskurven schnell zu visualisieren und zu bearbeiten – ideal für spontanes Experimentieren und Iterieren.

Ein zentrales Feature ist die Möglichkeit, für jede Spur Minimal- und Maximalwerte zu setzen, sodass Parameter wie Filter-Cutoff nicht aus dem hörbaren Bereich verschwinden oder ungewollte Werte erreichen. Auch Randomisierung wird als kreatives Werkzeug hervorgehoben, um kontrollierte Unvorhersehbarkeit in Sequenzen zu bringen. Mit einer Prise Zufall lassen sich monotone Patterns vermeiden und die Sequenzen bleiben frisch. Das Video macht deutlich, dass diese Tools zum Experimentieren einladen, ohne sich in Menüs zu verlieren – ganz im Sinne von OXIs Hands-on-Philosophie.

Unabhängige Längen, Teilungen und Offsets: Evolving Patterns leicht gemacht

Ein herausragendes architektonisches Merkmal des Modulationssystems im OXI One MKII ist die Unabhängigkeit jeder Spur. Nutzer können für jede Modulationsspur eigene Längen, Zeiteinteilungen und Offsets festlegen – praktisch wird jede Spur zu einem eigenen Sequencer. Diese Entkopplung ermöglicht den Aufbau komplexer, sich entwickelnder Rhythmen und Texturen, die nicht einfach nur mit dem Hauptpattern wiederholen, sondern musikalisch miteinander phasieren und interagieren.

Das Video zeigt praktische Beispiele: Eine Modulationskurve wird gezeichnet, ihre Länge verkürzt und die Geschwindigkeit verdoppelt, um polyrhythmische Bewegungen zu erzeugen. Die Möglichkeit, Modulationswerte – global oder spurweise – zu verschieben, bringt zusätzliche Nuancen, wobei der Unterschied zwischen destruktivem (globalem) und nicht-destruktivem (spurbezogenem) Offset klar erklärt wird. Das Glätten zwischen Steps ist ein weiteres durchdachtes Feature, das Übergänge entweder stufig oder fließend gestaltet. Diese Kontrolle lädt dazu ein, Modulationen zu formen, die organisch und lebendig wirken.

Stellen Sie sich jede Modulationsspur als eigenen Sequencer vor.

© Screenshot/Zitat: Oxiinstruments (YouTube)

Kreative Workflows: Live-Recording und Cross-Plattform-Steuerung

Eine großartige Möglichkeit, Modulation hinzuzufügen, ist die Live-Aufnahme.

© Screenshot/Zitat: Oxiinstruments (YouTube)

Das Video konzentriert sich nicht nur auf das schrittweise Editieren, sondern hebt auch kreative Workflows hervor, die die Modulationsspuren für Echtzeit-Performance und Integration nutzen. Live-Aufnahme von Modulation wird demonstriert – so lassen sich ausdrucksstarke Parameteränderungen direkt beim Spielen einfangen und mit jedem Durchlauf überschreiben. Diese Unmittelbarkeit macht den OXI One MKII sowohl im Studio als auch auf der Bühne zu einem spannenden Werkzeug.

Über interne Modulation hinaus können die Spuren genutzt werden, um externe Hardware per CV (wie am Mimeophon-Modul gezeigt) oder Software-Parameter in einer DAW wie Ableton Live zu steuern. Der Prozess des Mappings von Modulationsspuren auf DAW-Parameter wird detailliert gezeigt und unterstreicht die Rolle des OXI als Steuerzentrale in hybriden Setups. Auch die Modulationsmatrix wird angesprochen und deutet auf noch tiefere Routing-Möglichkeiten für komplexe Systeme hin. Diese Workflows zeigen, wie flexibel und integrativ ein digitaler Sequencer sein kann, wenn er durchdacht gestaltet ist.

Tor zu fortgeschrittener Modulation: Was kommt als Nächstes beim OXI One MKII?

Während sich diese Episode auf die Grundlagen der Modulationsspuren konzentriert, wird klar, dass OXI Instruments ein System mit beträchtlicher Tiefe geschaffen hat. Das Video verweist immer wieder auf fortgeschrittene Features – wie LFOs, interne Ziele und komplexeres Routing –, die in kommenden Folgen behandelt werden. Dieser modulare Bildungsansatz spiegelt die Architektur des Instruments selbst wider: einfach starten, dann Komplexität schrittweise hinzufügen.

Für den Moment bieten die Modulationsspuren des OXI One MKII ein robustes Toolkit für alle, die Bewegung und Ausdruck in ihre Sequenzen bringen wollen – egal ob im Hardware-, Modular- oder DAW-Kontext. Die Aussicht auf tiefere Modulationsquellen und erweiterte Integration in zukünftigen Videos ist vielversprechend, und wir sind gespannt, wie OXI die kreativen Möglichkeiten für digitale und hybride Musiker weiter ausbauen wird.


Übersetzt aus dem Englischen. Den Originalbeitrag findest du hier: https://synthmagazine.com/oxi-instruments-oxi-one-mkii-modulation-lanes-unleashed/
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