Weißt du noch, als Sequencer wie Panzer gebaut wurden und mehr Tasten hatten als die Fernbedienung deiner Oma? Espen Kraft taucht kopfüber in den sträflich unterschätzten Kawai Q-80EX ein und zeigt, warum dieses 32-Spur-MIDI-Biest einen Platz am Tisch neben dem Roland MC-500 und Yamaha QX3 verdient hat. Scharfe Vergleiche, dreckige Workflow-Tricks und eine ordentliche Portion 80er-Nostalgie – plus ein paar Features, bei denen selbst moderne Groovebox-Fans aufhorchen. Wer denkt, alle 80er-Sequencer sind lahm und sperrig, wird hier eines Besseren belehrt.

10. Juli 2026
SPARKY
Espen Kraft entfesselt den Kawai Q-80EX: 32-Spur-Wahnsinn aus den 80ern
32 Spuren Wahnsinn: Der Q-80EX legt los
Klartext: Der Kawai Q-80EX ist nicht einfach nur ein weiterer 80er-Sequencer, der Staub ansetzt. Espen Kraft zeigt sofort, was das Teil mit seinen wilden 32 Spuren draufhat – eine Zahl, die den Roland MC-500 (acht Spuren) und den Yamaha QX3 (sechzehn Spuren) alt aussehen lässt. Wer MIDI-Drums stapeln will wie bei einer Rave-Party in der Telefonzelle, ist hier richtig.
Aber es geht nicht nur um die Spurenzahl. Der Q-80EX hat auch ein Batterie-Backup, damit deine Ideen nicht beim Ausschalten verschwinden – das kann die Konkurrenz nicht. Die Tasten sind zwar nicht so klobig wie bei den anderen, aber immer noch griffig genug für flinke Finger, und Kraft hatte nie Probleme damit. Ein Paradebeispiel für Köpfchen statt Muskelkraft, mit einer Prise praktischer 80er-Magie.

"Das Ding hat 32 Spuren und noch ein paar andere großartige Features."
© Screenshot/Zitat: Espenkraft (YouTube)
Track-Wiederholungen: Loopen wie ein Boss

"Sehr flexibel und ein starkes Feature – wieder ein Punkt für den Kawai. Die anderen beiden können das nicht."
© Screenshot/Zitat: Espenkraft (YouTube)
Hier fängt der Q-80EX an, richtig auszuteilen. Kraft demonstriert die Möglichkeit, einzelne Spuren unabhängig voneinander zu wiederholen – ein Trick, den weder der MC-500 noch der QX3 beherrschen. Zwei Glockenspuren loopen lassen, während der Bass sein eigenes Ding macht? Kein Problem. Diese flexible Sequenzierung befreit dich von starren Mustern und lässt dich live oder experimentell richtig loslegen. Für Performer und Chaos-Liebhaber pures Gold.
Quantisierung mit Menschlichkeit
Quantisierung bedeutet meist, dass dein Groove im Raster erstickt. Nicht so beim Q-80EX. Kraft zeigt die Toleranzeinstellungen – Quantisierung vor oder nach dem Beat – damit alles locker und menschlich bleibt. Wer seine Hi-Hats wie einen Vorschlaghammer im Wäschetrockner schwingen lassen will, ist hier goldrichtig. Die anderen beiden können da nicht mithalten; allein dieses Feature rettet deine Tracks vor dem Roboter-Tod.

"Ich kann meine Quantisierung humanisieren, damit es weniger roboterhaft klingt."
© Screenshot/Zitat: Espenkraft (YouTube)
Motive: Speichersparender Wahnsinn

"Fast wie ein rudimentärer Clip-Launcher, Jahrzehnte bevor Ableton das mit ihrer Live-Software gemacht hat."
© Screenshot/Zitat: Espenkraft (YouTube)
Jetzt wird’s richtig spannend. Das Motiv-Feature ist wie ein primitiver Clip-Launcher, Jahrzehnte bevor Ableton Live aufkam. Bass-Snippet aufnehmen, als Motiv speichern und beliebig im Song verteilen, ohne wertvollen Speicher zu fressen. Kraft betont: Bis zu tausend Motive pro Song – ja, tausend! Im Floppy-Zeitalter grenzt das an Hexerei.
Motive sind kanalunabhängig und können überall eingesetzt werden. Keiner der anderen Sequencer im Vergleich kann das. Wer keine Lust mehr hat, für jede Variation Disketten zu schleppen, bekommt mit dem Q-80EX endlich eine schlanke Live-Lösung.
Showdown: Q-80EX gegen die Klassiker
Kraft kürt keinen eindeutigen Sieger – jeder Sequencer hat seinen Platz im Arsenal. Aber der Q-80EX sticht mit seinen wilden Features und dem flexiblen Workflow hervor. Während Roland MC-500 und Yamaha QX3 ihre Fans haben, ist es der Q-80EX, zu dem Kraft immer wieder zurückkehrt. Wer wissen will, wie diese Dinosaurier wirklich klingen und sich anfühlen, sollte sich das Video für das volle Toaster-Fight-Erlebnis reinziehen.
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