OXI Instruments E16 Update: Looper neu gebaut, Workflow verfeinert

10. Juli 2026

LYRA

OXI Instruments E16 Update: Looper neu gebaut, Workflow verfeinert

Das neueste E16-Firmware-Update von OXI Instruments ist ein großer Schritt nach vorn für diesen vielseitigen MIDI-Controller. Mit einem komplett überarbeiteten Looper, erweiterten Modulationsmöglichkeiten und einer optimierten Benutzeroberfläche bietet der E16 nun ein deutlich intuitiveres und performanteres Erlebnis. Im Video von OXI Instruments werden alle wichtigen neuen Funktionen vorgestellt – von der Szenennavigation über DAW-Mapping bis hin zu Performance-Makros. Für alle, die Wert auf direkte MIDI-Steuerung und flexible digitale Workflows legen, lohnt sich ein genauer Blick auf dieses Update.

Eine neue Oberfläche: Das neue Gesicht des E16

Das E16-Firmware-Update markiert einen bedeutenden architektonischen Neustart, beginnend mit einer aufgeräumteren und logischeren Benutzeroberfläche. Die Hauptseite bietet jetzt sofortigen Zugriff auf 16 Szenen, übersichtlich in zwei Bänke unterteilt, die über die Encoder erreichbar sind – das macht die Navigation sowohl im Studio als auch auf der Bühne deutlich einfacher. Diese neue Struktur zieht sich konsequent durch die gesamte Oberfläche und reduziert Menü-Tiefen, was einen schnelleren, intuitiveren Workflow unterstützt.

Auch die Konfiguration wurde vereinfacht. Das Konfigurationsmenü ist jetzt per einfachem Shift-Druck erreichbar, und die Szeneneinstellungen sind nur einen Encoder-Halten-und-Shift entfernt. Jeder Szene kann ein Programmwechsel zugewiesen werden, sodass beim Szenenwechsel automatisch Presets geladen werden. Solche Workflow-Verbesserungen unterstreichen OXI Instruments’ Anspruch, den E16 als flexibles Herzstück hybrider Setups zu positionieren. Während das Video die benutzerorientierten Änderungen in den Fokus stellt, wird deutlich, dass die zugrundeliegende Philosophie auf Performance und schnellen Recall ausgerichtet ist.


Looper-Evolution und Workflow-Optimierung

Der neu gestaltete Looper ist das Highlight dieses Updates. Wo die vorherige Firmware nur einen unsynchronisierten Modus bot, führt der neue Looper drei verschiedene Aufnahmemodi ein: No Sync, Free Sync und Fixed Sync. No Sync bleibt locker für organische Automation, Free Sync quantisiert Loops auf Takt oder Beat für grid-genaue Modulation, und Fixed Sync nutzt einen Count-In und eine feste Aufnahmelänge – ideal für präzise strukturierte Layer.

Die Temposynchronisation ist jetzt vollständig integriert, und jeder Encoder erhält einen eigenen Buffer – mit bis zu 8 Minuten Gesamtaufnahmezeit und 1 Minute pro Encoder. Overdub-, Smooth-Mode- und Slope-Time-Parameter sorgen für mehr Nuancen und ermöglichen das Layern komplexer, sich entwickelnder Modulationen. Die Möglichkeit, synchronisierte und unsynchronisierte Loops auf verschiedenen Encodern zu kombinieren, ist ein cleveres Detail. OXIs Augenmerk auf Workflow – etwa durch klare visuelle Rückmeldungen für Aufnahmebereitschaft, laufende Aufnahme und Wiedergabe – macht den E16 nicht nur leistungsstark, sondern auch wirklich spielbar.

Es gibt jetzt 3 Aufnahmemodi und die Looper-Funktion kann zum Tempo synchronisiert werden.

© Screenshot/Zitat: Oxiinstruments (YouTube)

DAW-Mapping: Nahtlose Integration, Echtzeit-Kontrolle

Die Kommunikation ist bidirektional, was großartig ist.

© Screenshot/Zitat: Oxiinstruments (YouTube)

Das Mapping des E16 an eine DAW wie Ableton Live ist erfreulich direkt. Nutzer aktivieren einfach den MIDI-Mapping-Modus, wählen einen Parameter in der DAW und bewegen den gewünschten Encoder am E16. Die bidirektionale Kommunikation sorgt dafür, dass Änderungen in der Software durch LED-Feedback auf der Hardware gespiegelt werden – ein entscheidendes Detail für Zuverlässigkeit im Studio und auf der Bühne.

Im Video wird das Mapping verschiedenster Parameter gezeigt: Filter-Cutoff, Resonanz, Oszillatorformen, Effekt-Sends sowie aller Lautstärkefader. Es wird sogar demonstriert, wie sich die maximale Lautstärke der Tracks begrenzen lässt, um digitales Clipping zu vermeiden – ein willkommenes Komfort-Feature. Die Integration des E16 mit der OXI-App beschleunigt den Workflow zusätzlich, da sich Controls, Szenen und Seiten schnell umbenennen lassen – ein organisatorischer Gewinn, besonders bei komplexen Projekten. Der Prozess des Verschiebens von Szenen zwischen Gerät und Computer, Bearbeiten und Re-Importieren wird detailliert gezeigt und unterstreicht die Flexibilität von OXIs hybrider Hardware-Software-Architektur.

Presets und Programmwechsel: Dynamische Performance-Tools

Die neuen Performance-Tools des E16 setzen neue Maßstäbe für dynamische Kontrolle. Programmwechsel können in Szenen eingebettet werden, sodass Nutzer Preset-Änderungen als Teil ihres Live-Sets oder Studio-Workflows automatisieren können. Im Video wird gezeigt, wie Dummy-MIDI-Clips in Ableton diese Änderungen an den E16 senden und so Szenen und deren Einstellungen sofort wechseln – ideal für sich entwickelnde Arrangements ohne manuelles Eingreifen.

Presets lassen sich jetzt direkt am Gerät speichern und abrufen, sodass jede Seite oder Szene eine eigene Konfiguration auf Abruf laden kann. Das ist ein echter Gamechanger für Live-Performer, die komplexe Setups schnell und zuverlässig abrufen müssen. Die Möglichkeit, Programmwechsel mit dem Looper und anderen E16-Features zu kombinieren, eröffnet eine Welt kreativer Möglichkeiten für Morphing, Snapshots und sich entwickelnde Klanglandschaften in Echtzeit.


Diesen Artikel gibt es auch auf Englisch. Du findest ihn hier: https://synthmagazine.com/oxi-instruments-e16-update-looper-rebuilt-workflow-refined/
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