Make Noise, die modularen Querdenker aus Asheville, melden sich mit einer spektralen Variante der Drumsynthese zurück. Im offiziellen MAKEN0ISE-Video wird gezeigt, wie sich Transienten, Drums und perkussive Texturen mit Spectraphon und Morphagene erzeugen lassen – inklusive kreativer Signalführung und Resynthese. Hier geht es nicht um klassische Drum-Maschinen, sondern um das Formen eigenwilliger, maschinenhaft interpretierter Sounds – ideal für alle, die ihre Percussion gerne etwas schräger mögen. Aggressive Texturen, clevere Modulation und ein Workflow, der zum Experimentieren einlädt, stehen im Mittelpunkt.

28. November 2024
MILES
MAKEN0ISE Spectral DRUM MACHINE: Perkussive Resynthese mit Morphagene und Spectraphon
DXG, Maths, Mimeophon, Morphagene, QPAS, Spectraphon, X-PAN
Spectral Drum Machine: Ein neuer Blick auf Percussion
Das Video startet mit der typisch unheimlichen Make Noise-Atmosphäre und bereitet den Boden für eine Reise in spektrale Percussion. Der Präsentierende stellt das Konzept vor, mit dem ReSynthesizer und Morphagene Transienten und Drum-artige Sounds zu erzeugen, um daraus eine eigene Bibliothek perkussiver Ereignisse zu bauen. Hier geht es nicht um Standard-Drum-Machines – vielmehr wird das modulare System genutzt, um eine Palette unkonventioneller Sounds zu generieren und zu sammeln.
Von Anfang an steht der Prozess im Vordergrund, nicht das Preset. Das Morphagene dient als digitales Gedächtnis und hält die Ergebnisse der spektralen Manipulation fest. Der Ansatz ist explorativ und lädt dazu ein, Drum-Synthese neu zu denken und Sampling sowie Resynthese als Quelle einzigartiger Percussion zu begreifen.

"Wir würden gerne hören, welche Methoden ihr empfehlt – schreibt sie uns doch in die Kommentare unter diesem Video."
("We'd love to hear any method you'd recommend, if you'd be so kind as to put them in the comments below this video.")© Screenshot/Zitat: Maken0Isemusic (YouTube)
Spectraphon-Klangerzeugung: Aggression als Konzept

"Wenn man den Mono-Lowpass-Ausgang nimmt, werden alle vier Filter gestapelt, was zu Übersteuerung und einem ziemlich aggressiven Sound führen kann."
("Taking the mono low-pass output, stacks all four filters into one, which means it can overdrive and sound pretty aggressive.")© Screenshot/Zitat: Maken0Isemusic (YouTube)
Im Patch werden beide Seiten des Spectraphon genutzt, um das Rohmaterial zu erzeugen. Die Sub-Ausgänge – insbesondere die Sägezahnwelle von Seite A – werden durch den QPAS-Filter geschickt. Dessen Mono-Lowpass-Ausgang stapelt alle vier Filter, was für einen gesättigten, aggressiven Klang sorgt. Hier steht nicht Zurückhaltung, sondern Durchsetzungskraft und Charakter im Fokus.
Das Signal wandert weiter in die rechte Seite des Spectraphon im SAM-Modus, wo es resynthetisiert und weiter gefärbt wird. Durch das Patchen in das Morphagene entsteht eine Feedbackschleife spektraler Manipulation. Das Mischen von Even- und Odd-Ausgängen im X-Pan sorgt für ein differenziertes Stereobild, ohne die Extreme klassischer Spektralbearbeitung. Das Ergebnis: perkussive Klangfarben mit eindeutig maschinenhaftem Einschlag.
Performance-Tools und Modulation: Manuell trifft Modular
Der Workflow wechselt zu Performance und Modulation, mit dem Ziel, Transienten zu erzeugen, die über einfache manuelle Sweeps hinausgehen. Das Touch Gate vom Press Point wird über den CV-Bus gemultet und triggert einen Maths-Kanal, der eine kurze exponentielle Decay-Hüllkurve erzeugt – ein Klassiker unter den Funktionsgeneratoren. Diese Hüllkurve wird verteilt, um QPAS-Frequenz und den Slide-Parameter des Spectraphon zu modulieren und so jedem Schlag Bewegung zu verleihen.
Noch mehr Punch entsteht, wenn ein abgeschwächtes Variablesignal auf den Pitch-Eingang des Spectraphon geschickt wird – ein bewährter Trick für mehr Durchsetzungskraft bei Drums. Das Patchen bleibt hands-on, aber reproduzierbar, sodass perkussive Ereignisse gezielt erzeugt werden können, ohne die organische Unberechenbarkeit des Modularsystems zu verlieren. So entsteht ein Werkzeugkasten für spektrale Drums, die kontrolliert und lebendig zugleich wirken.

"Das ist eine gängige Methode, um einem Drumsound am Anfang Punch oder Impact zu verleihen."
("This is a common way to add punch or impact to the beginning of a drum sound.")© Screenshot/Zitat: Maken0Isemusic (YouTube)
Morphagene: Aufnehmen und Verformen klanglicher Variationen

"Dadurch nimmt der Record-Button und -Eingang in ein neues Splice auf, statt zu overdubben."
("This makes the record button and input record into a new splice rather than overdubbing.")© Screenshot/Zitat: Maken0Isemusic (YouTube)
Der Fokus verschiebt sich auf das Morphagene, wo das Erfassen und Organisieren perkussiver Variationen methodisch gezeigt wird. Durch die Einstellung, dass Morphagene in neue Splices statt ins Overdub aufnimmt, wird jeder Transient sauber segmentiert und kann später gezielt abgerufen werden. Ein gemultetes Gate-Signal automatisiert den Aufnahmeprozess und synchronisiert die Entstehung jedes Sounds mit dessen Aufnahme.
Ist das Splice-Reel erst einmal gefüllt, wird der End-of-Splice-Gate-Ausgang mit dem Shift-Eingang verbunden, sodass die Bibliothek der Hits automatisch durchlaufen werden kann. Das Morphagene wird so zum spektralen Drum-Sampler, der schnelle Wiedergabe und weitere Bearbeitung ermöglicht. Der Workflow bleibt modular: flexibel, hands-on und offen für kreative Zweckentfremdung.
Community und weitere Resynthese: Der Patch ist nie zu Ende
Das Video endet mit einem Verweis auf die offene Natur modularer Klanggestaltung. Nach der Resynthese der frisch aufgenommenen Drums – Morphagene-Ausgänge zurück ins Spectraphon, dazu weitere Bearbeitung über Mimeophon und DXG – werden die Zuschauer ermutigt, ihre eigenen Resynthese-Methoden zu teilen. Ganz im Sinne von Make Noise ist jeder Patch eine Einladung zum Experimentieren – und die spannendsten Ergebnisse entstehen oft jenseits des Offensichtlichen.
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