OXI Instruments OXI One MKII: Sequenzieren mit Lichtgeschwindigkeit

1. Mai 2025

LYRA

OXI Instruments OXI One MKII: Sequenzieren mit Lichtgeschwindigkeit

OXI Instruments meldet sich mit dem OXI One MKII zurück – einem Sequencer, der das kreative Nervenzentrum für moderne elektronische Musiker sein will. Das spanische Unternehmen ist bekannt für seinen hybridfreundlichen, hands-on Ansatz, und die MKII-Version setzt genau dort an: mit mehr Tracks, neuen Performance-Tools und Workflow-Verbesserungen, die direkt aus dem Feedback der Nutzer stammen. Im offiziellen Walkthrough zeigt OXI, wie die digitale Architektur und Interface-Optimierungen darauf ausgelegt sind, die Distanz zwischen musikalischer Idee und fertigem Track zu eliminieren. Doch hält das neue Feature-Set wirklich, was es verspricht? Wir analysieren, was tatsächlich neu ist – und was das für dein Setup bedeutet.

Ein neues Zeitalter des Sequenzings: OXI One MKII ist da

OXI Instruments präsentiert den OXI One MKII als nächsten Evolutionsschritt ihrer Flaggschiff-Sequencer-Linie und positioniert ihn als leistungsstark und zugleich erschwinglich. Das Unternehmen betont, dass der MKII das Ergebnis jahrelanger, iterativer Weiterentwicklung ist – direkt geprägt vom Feedback der Community und Künstler. Hier geht es nicht nur um ein technisches Upgrade, sondern um ein echtes Umdenken, wie ein Sequencer zum kreativen Zentrum eines modernen Hybrid-Setups werden kann.

Das zentrale Versprechen: Barrieren zwischen musikalischer Inspiration und Umsetzung sollen verschwinden. OXI behauptet, dass der Workflow des MKII sowohl für Geschwindigkeit als auch Kreativität optimiert wurde, um mit spontanen Ideen Schritt zu halten. Das Video macht klar: Dieses Gerät will mehr sein als ein Step-Sequencer – es versteht sich als inspirierendes Werkzeug für Studio und Bühne, mit Fokus auf Direktheit und Hands-on-Kontrolle.

Unser Ziel mit Mark II ist einfach: Die Reibung zwischen deinen Ideen und deiner Musik zu beseitigen.

© Screenshot/Zitat: Oxiinstruments (YouTube)

Acht Sequencer, vierundsechzig Spuren: Flexibilität pur

Das macht Mark II zu einem noch besseren Gehirn für dein Setup.

© Screenshot/Zitat: Oxiinstruments (YouTube)

Das Herzstück des MKII ist seine erweiterte Sequencing-Architektur: Nutzer haben jetzt Zugriff auf acht unabhängige Sequencer, die jeweils bis zu 64 Spuren im Multitrack-Modus steuern können. Damit wird der MKII zum echten Kandidaten für die Schaltzentrale komplexer Setups – egal ob Modularsystem, Drum-Maschinen oder hybride DAWless-Rigs. Jeder Sequencer kann in Mono-, Poly-, Akkord-, Stochastic-, Matricial- oder Multitrack-Modi betrieben werden und bietet so eine breite Palette an Sequencing-Ansätzen für unterschiedlichste musikalische Anforderungen.

OXI hebt die aktualisierte OXI-App hervor, mit der sich Instrumentendefinitionen mühelos importieren und MIDI-Dateien per Drag-and-Drop direkt in die Sequencer laden lassen. Mehrere Presets können für den Studio-Workflow gespeichert werden – das stärkt die Integration des MKII in verschiedenste Produktionsumgebungen. Neue Soft-Buttons für Navigation und Performance runden das Hardware-Konzept für schnellen, flexiblen Zugriff ab.

Hier geht es nicht nur um Zahlen, sondern um Workflow: Das Video zeigt, wie die erweiterten Track- und Modus-Optionen den MKII zum echten „Gehirn“ des Setups machen – jeder Sequencer kann eine eigene Rolle übernehmen, von Melodien bis zu generativen Texturen.

Performance-Tools: Echtzeitkontrolle über das gesamte Raster

Der MKII bringt eine Reihe neuer Performance-Tools, mit denen Nutzer mehrere Spuren gleichzeitig steuern können. Besonders hervorzuheben ist der überarbeitete Performance-Modus, der sofortigen Zugriff auf Mutes, Transposition und Step Shift über alle Tracks hinweg ermöglicht. Das richtet sich klar an Live-Performer und Improvisierende, die komplexe Arrangements spontan verändern wollen.

Die Gen-Seite ist ein weiteres Workflow-Upgrade: Hier lassen sich Patterns visualisieren und mit minimalem Aufwand zu kompletten Kompositionen ausbauen. Die Flow-Taste bringt Live-Variation und performative Gesten in die Sequenzen und erleichtert es, organische Veränderungen während des Sets einzuführen. Die Groove-Seite schließlich erlaubt das Laden von Groove-Templates – inklusive eigener aus der OXI-App – und das gezielte Anpassen von Akzent, Timing und Randomisierung für menschlichere Patterns.

All diese Tools machen den MKII nicht nur zum Programmiergerät, sondern zum Live-Instrument. Der Fokus liegt auf Direktheit: Jede Funktion ist in Echtzeit erreichbar und unterstützt sowohl strukturierte Komposition als auch spontane Performance-Eingriffe.

Der Performance-Modus ermöglicht es dir, sofort mit allen Tracks gleichzeitig zu interagieren und bietet Mutes sowie weitere…

© Screenshot/Zitat: Oxiinstruments (YouTube)

Repetition und Accumulation: Engines für lebendige Melodien

Noch besser: Diese Funktion kann mit der Flow-Taste verknüpft werden, sodass du sie während Live-Performances im Handumdrehen aktivieren…

© Screenshot/Zitat: Oxiinstruments (YouTube)

Über klassisches Sequencing hinaus bringt der MKII zwei fortschrittliche Engines für dynamische Pattern-Generierung. Die Repetition-Engine erlaubt es, einen Step bis zu 15 Mal innerhalb eines definierten Bereichs zu wiederholen – mit Echtzeitkontrolle über Velocity-Kurven und Groove. Das eröffnet neue rhythmische Möglichkeiten, besonders für alle, die mehr als statische Patterns wollen.

Die Accumulator-Engine fügt bei jedem Step Intervallsprünge hinzu, sowohl positiv als auch negativ. Beide Engines sind konditional und lassen sich mit der Flow-Taste verknüpfen, sodass sie live aktiviert oder deaktiviert werden können. So entstehen komplexe, sich entwickelnde Sequenzen, die mit minimalem Aufwand performativ steuerbar bleiben.

Feinschliff für den Alltag: Usability und Nutzerfeedback

OXI Instruments hat klar auf seine Nutzer gehört und eine Reihe von Verbesserungen für den Alltagseinsatz umgesetzt. Die Zahl der Projekt-Slots wurde auf 20 erhöht, was bis zu 2.560 Patterns und einen optimierten Arranger-Workflow ermöglicht. Ein SD-Kartenslot erleichtert das Speichern und Laden von Projekten und Skalen, während ein größeres, klareres Display die Übersicht verbessert.

Weitere durchdachte Details: Ein Backlight-Button, der auch den Batteriestatus anzeigt, vollständige chromatische Skalenunterstützung im Arranger-Modus, eine überarbeitete CV/Gate-Seite und verbesserte Soft-Button-Materialien für bessere Sichtbarkeit. Menüs sind jetzt schneller und leichter zugänglich, und eine eigene Modulations-Taste bietet sofortigen Zugriff auf externe Modulationen. Viele dieser Änderungen stammen direkt aus Nutzerwünschen und zeigen, dass OXI den MKII nicht nur leistungsstark, sondern auch wirklich angenehm in Studio und Live-Betrieb machen will.


Übersetzt aus dem Englischen. Den Originalbeitrag findest du hier: https://synthmagazine.com/oxi-instruments-oxi-one-mkii-sequencing-at-the-speed-of-inspiration/
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