Sonicstate entfesselt den Erica Synths Razornator: Fünf Klingen für Delay-Chaos

18. Juli 2026

SPARKY

Sonicstate entfesselt den Erica Synths Razornator: Fünf Klingen für Delay-Chaos

Bereit, dass deine Snares mutieren und deine Synths Akkorde singen, die du nie programmiert hast? Matt von Sonicstate taucht in den Erica Synths Razornator ein – eine Kiste, die staubige Drumloops in schimmernde Harmonien verwandelt und dein Live-Setup zum Rave-Bunker macht. Das ist kein Oma-Delaypedal, sondern ein fünfköpfiger Stereo-Delay-Mutant mit Filterpower, MIDI-Zauberei und so viel Tweak-Potenzial, dass du den Abend vergisst. Wer harmonisches Chaos sucht, sollte sich anschnallen. Der Razornator schlägt nicht nur zu – er schneidet.

Fünf Klingen, eine Kiste: Das Kernstück des Razornator

Erica Synths und 112dB haben mit dem Razornator ein Hardware-Effektgerät gebaut, das auf fünf stereo, chromatisch gestimmten, resonierenden Delay-Lines basiert. Vergiss brav und subtil – dieses Teil verwandelt ungestimmte Drums oder fade Loops in monströse harmonische Texturen. Matt von Sonicstate macht keine Gefangenen: Drums rein, Dry/Wet hochgedreht, und plötzlich schwimmt der Raum in Pitch-Resonanzen. Wer höflichen Hall sucht, ist hier falsch – das ist für Leute, die aus einer Hi-Hat eine Kirchenglocke oder aus einer Snare einen Sci-Fi-Chor machen wollen.

Das Verrückte: Der Razornator bringt selbst aus stumpfem Material Melodien hervor. Die fünf Delay-Lines lassen sich einzeln stimmen, sodass dein Percussion plötzlich klingt, als hätte sie Musik studiert. Matts Begeisterung ist spürbar – endlich macht das Hardware, was vorher nur Plugins konnten. Hier wird nicht einfach bearbeitet, sondern verwandelt – Rave-Bunker-Style. Das Video zeigt das ganze Ausmaß – Worte werden dem harmonischen Gemetzel nicht gerecht.

Was wir hier haben, ist ein Effektgerät mit fünf stereo, chromatisch gestimmten, resonierenden Delay-Lines.

© Screenshot/Zitat: Sonicstate (YouTube)

Filter, Decay und Envelope-Chaos

Und dann haben wir noch diesen Envelope Follower.

© Screenshot/Zitat: Sonicstate (YouTube)

Der Signalweg des Razornator ist so hands-on wie chaotisch. Vorne sitzt ein resonanter Filter – offiziell ein Lowpass, aber Matt schwört, es klingt wie ein Bandpass – damit du gezielt die Frequenzen auswählst, die du zerlegen willst. Das ist essenziell: Fünf gestimmte Delay-Lines über das ganze Spektrum würden deinen Mix in Suppe verwandeln. Mit dem Filter formst du das Chaos, isolierst Hi-Hats oder Kicks, bevor der harmonische Sturm losbricht.

Damping- und Decay-Regler sorgen für noch mehr Kontrolle – zieh Sounds ins Unendliche oder schneide sie radikal ab. Der eigentliche Joker ist der Envelope Follower, den Matt mit seinem typischen Schalk demonstriert. Es ist ein Attenuverter, du kannst also invertieren, wie dein Input die Resonanz steuert. Hochdrehen für knackige Percussion, zurücknehmen für endlose Flächen. Das Zusammenspiel von Decay, Damping und Envelope ist eine Sweetspot-Jagd – am besten mit den Ohren. Wer jede Funktion erklärt haben will, sollte das Video pausieren und Kaffee holen.

Pitch-Control: Akkorde, Shifts und MIDI-Wahnsinn

Hier zeigt der Razornator, dass er eine echte Performance-Waffe ist. Ein zentraler Regler setzt den Grundton, während jede der fünf Delay-Lines einzeln – per Hand oder MIDI – gestimmt werden kann. Ein Pitch-Shift bewegt alles um bis zu zwei Oktaven, also keine Angst vor schrägen Harmonien. Willst du deinen Drum-Break in einen Akkordstapel verwandeln? Los geht’s. Matt zeigt die MIDI-Steuerung, sequenziert die Pitches und triggert Akkorde live, während die Delay-Lines jede Note verfolgen. So entstehen aus langweiligstem Input Pads und Melodien, die sich ständig verändern.

Die Bedienung ist tief, aber bleibt direkt: Quantisierung hält alles musikalisch, MIDI-CC öffnet die Tür für Kontrollfreaks. Im Chord-Modus spielst du über fünf Stimmen, die Noten werden verteilt. Sogar Pitch-Shifts lassen sich sequenzieren – perfekt für alle, die ihre Texturen ruhelos und unberechenbar mögen. Wer Pitch-Automation in Aktion sehen will, sollte Matts Gesicht beobachten, wenn er den Razornator in neue Sphären schiebt.

Bevor ich auf das Pitchen der resonanten Filter eingehe – oder besser gesagt, der resonanten Delay-Lines – gibt’s noch das hier.

© Screenshot/Zitat: Sonicstate (YouTube)

Alles reinwerfen: Drums, Synths, Vocals – pures Chaos

Instant Vibe Machine. So sollte das Ding eigentlich heißen.

© Screenshot/Zitat: Sonicstate (YouTube)

Matt von Sonicstate bleibt nicht bei Drumloops – er jagt Synths, Arpeggios und sogar Vocals durch den Razornator und beweist: Das ist kein One-Trick-Pony. Drums werden sofort verwandelt, trockene Hats und Snares blühen zu metallischen Akkorden oder unheimlichen Pads auf. Der Kompressor am Ende der Kette hält alles im Zaum, damit du die Resonanz bis zum Anschlag drehen kannst. Presets wie Chordizer und Subtech zeigen die Bandbreite: von spannungsgeladenen Filmmusik-Texturen bis zu wummernden Bass-Drones.

Mit Synths bleibt der Razornator bissig – fügt schimmernde Obertöne und dissonante Resonanzen hinzu, die Sounddesigner sabbern lassen. Bei Vocals wird’s richtig schräg: Harmonische Chöre, phasige Stabs, sofortige Atmosphäre. Die großen Regler und das spielbare Interface machen ihn zum Live-Traum. Wer chirurgische Effekte sucht, ist hier falsch – dieses Gerät steht für Attitüde und Risiko. Manche Sounds muss man erleben, nicht erklären – das Video ist Pflicht.

Preis, Versprechen und Zukunftstricks

Mit rund 490 Euro ist der Razornator kein Schnäppchen, aber für das, was er kann, konkurrenzlos – kein anderes Gerät verdreht fünf gestimmte Delays so leicht ins harmonische Chaos. Sonicstate deutet an, dass weitere Firmware-Updates kommen werden, also sind neue Tricks zu erwarten. Für alle, die von Standard-Effekten gelangweilt sind, ist diese Kiste pure Inspiration – kein Menü-Gewühle, nur sofortiges Chaos. Wer neue Texturen sucht und nicht nach Vorschrift arbeitet, sollte dem Razornator einen Platz im Setup geben.


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