Starsky Carr im Härtetest: Erica Synths Razornator im gnadenlosen Demo

30. Juni 2026

SPARKY

Starsky Carr im Härtetest: Erica Synths Razornator im gnadenlosen Demo

Wer braucht höflichen Hall, wenn man Resonanz zur Waffe machen kann? Starsky Carr taucht kopfüber in den Erica Synths Razornator – ein Karplus-Strong-Mutant, der aus simplen Noise-Pulsen fette Stabs, verdrehte Bässe und metallische Percussion zaubert. Vergiss brave Presets – diese Kiste ist ein Rave-Bunker im Tarnanzug. Starskys kompromissloser Stil schneidet durch den Hype und serviert Chaos, Schimmer und Donner. Wer denkt, Resonatoren sind nur für schöne Flächen, sollte sich anschnallen.

Razornator: Kein gewöhnlicher Resonator

Starsky Carr verschwendet keine Zeit mit Smalltalk – er geht direkt ans Eingemachte: den Erica Synths Razornator. Das ist nicht Opas Resonator. Hier trifft Karplus-Strong auf Noise-Mangling und verwandelt simple Pulse in komplette Tracks, wie Starsky gleich zu Beginn mit Strings, Stabs und dreckigem Bass aus simplen Noise-Shots beweist. Der Razornator ist bereits das vierte Ergebnis der Zusammenarbeit von Erica Synths und 112dB – nach Delay, Reverb und Drive – aber diesmal geht’s um digitale Plucks und perkussives Chaos.

Was macht das Teil so fett? Zehn Karplus-Strong-Oszillatoren (stell dir Plaits auf Abwegen vor), fünf Stereopaare und ein resonanter Tiefpassfilter. Der Algorithmus stammt aus dem Jahr 1983, aber Erica und 112dB haben keine Lust auf Nostalgie. Hier wird nicht nur gezupft – alles, was du reinschickst, wird mutiert. Das Ergebnis: ein Sounddesigner-Spielzeug und Groovebox-Waffe zugleich, die brave Signale in etwas richtig Derbes verwandelt.

Das ist ein wirklich flexibles Tool, das sowohl zur Klangerzeugung als auch zur Klangmanipulation genutzt werden kann.

© Screenshot/Zitat: Starskycarr (YouTube)

Zehn Resonatoren, endloses Chaos

Und damit bekommt man richtig donnernde Bässe raus.

© Screenshot/Zitat: Starskycarr (YouTube)

Mit zehn Resonatoren unter der Haube ist das Ding nur einen Filter-Envelope vom totalen Wahnsinn entfernt. Du hast volle Kontrolle über Grundton und Intervalle, mit Root/Offset-Tuning für schräge Akkorde, gestapelte Obertöne oder einfach nur Chaos. Starsky zeigt, wie man den Razornator per MIDI spielt und so aus dem Effektgerät ein echtes Instrument macht. Dub-Stabs oder Oktavbass? Kein Problem. Deine verdrehten Akkorde als Presets speichern? Starsky gibt ihnen garantiert keine sinnvollen Namen.

Richtig Spaß macht’s, wenn du die Intervalle missbrauchst und mit der Polarität spielst – von düsteren, seltsamen Bässen bis zu fetten, organischen Pads. Der Razornator wechselt von samtig zu bedrohlich in einer Drehung, und das Stereo-Bild kann mit dem Shift-Regler völlig ausrasten. Funky Basslines? Vergiss es – hier gibt’s Donner, Dreck und Obertöne, bei denen Modular-Puristen ins Schwitzen kommen.

Compressor & MIDI: Vom Studio auf die Bühne

Starsky jagt Percussion durch den Razornator – und das Ergebnis ist so wild wie erhofft. Hi-Hats werden veredelt, zerlegt und als metallische Monster ausgespuckt, dank Envelope Follower und einem eingebauten Kompressor, der mehr Punch hat als viele Hardware-Kisten zum doppelten Preis. Die 24dB Eingangsgain sorgen dafür, dass hier nichts sauber bleibt – genau so wollen wir das.

Alles ist per MIDI steuerbar, also kannst du automatisieren, sequenzieren und den Razornator nach Herzenslust aus deiner DAW oder vom Controller quälen. Das ist entscheidend für Live-Chaos und Studio-Präzision. Kicks stimmen, Shimmer hinzufügen oder abgefahrene Spring-Reverb-Texturen? Alles drin. Der Razornator ist nicht nur Effekt – er ist ein eigenständiges Instrument, bereit für Performance-Rigs und nächtliche Sounddesign-Sessions.

Man bekommt richtig schöne Pump-Effekte, aber bleiben wir erstmal bei den Hi-Hats.

© Screenshot/Zitat: Starskycarr (YouTube)

Presets von Bernocchi: Probier das Klangchaos

Eraldo Bernocchis Presets sind das Sahnehäubchen auf diesem digitalen Kuchen – üppig, wild und schreien danach, weiter zerlegt zu werden. Starsky rauscht durch ein paar davon und zeigt die Bandbreite von gezupften Strings bis zu atmosphärischen Drones und abgefahrenen Effekten. Ein echtes Showcase, was passiert, wenn ein kreativer Kopf so eine Kiste in die Finger bekommt. Aber ehrlich: Das musst du durch deine eigenen Boxen hören, um den vollen Impact zu spüren. Kein Text kann beschreiben, wie diese Presets in der Luft schimmern und sich verdrehen.


Von Clicks zu Chaos: Das komplette Demo

Was mir wirklich gefällt: Mit unterschiedlichen Sounds kommen ganz verschiedene Resonanzen durch.

© Screenshot/Zitat: Starskycarr (YouTube)

Starskys Walkthrough ist kein langweiliges Menü-Abklappern – hier werden simple Signale in vielschichtige, pulsierende Klanglandschaften verwandelt. Von einfachem Noise zu komplexen, MIDI-gesteuerten Jams zeigt der Razornator, was in ihm steckt. Wer sehen will, wie aus einem Puls ein donnernder Bass oder aus einer Hi-Hat ein metallisches Monster wird, muss das Video schauen. Kein Text wird dem Sound-Chaos gerecht. Das ist was für Freaks, Hacker und alle, die von braven FX-Einheiten gelangweilt sind.

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