Der Rave-Bunker qualmt noch von der Superbooth, und Robin Vincent von Molten Music Technology schaufelt die frischesten Aschehaufen direkt auf deinen Gear-Hunger. Er hat die echten klanglichen Straßenwaffen rausgepickt – kein Platz für nutzlosen Kram, nur das neue Zeug, das wirklich zählt. Erwartet werden Tape-Maschinen-Nostalgie, Moog-Emulationen, KI-getriebener Wahnsinn und genug Groovebox-Power, um ein kleines Festival zu beschallen. Wie immer gibt Robin den ehrlichen, nerdigen und gelegentlich sarkastischen Überblick – wenn etwas Mist ist, sagt er’s. Schnapp dir ein kaltes Getränk und halt dich fest; dieses Monats-Update ist heißer als die Berliner Hitzewelle.

29. Mai 2026
SPARKY
Superbooth-Meltdown: Molten Music Technologys Gear-Feuerwerk im Mai 2026
Arturia Memory V, EMR Music Group Tape 16, Nomn Reservoir, Polyend Drums, Shakmat Queens Court
Superbooth-Kracher: Die schnellen & wilden Synths
Superbooth schlug in Berlin mit dem üblichen Chaos auf: Synth-Nerds, Modular-Freaks und eine Flut frischer Kisten, die um Platz kämpften. Robin Vincent – Kapitän von Molten Music Technology – war dieses Jahr zwar nicht persönlich vor Ort, aber das hinderte ihn nicht daran, sich digital die besten Highlights reinzuziehen. Für Füllmaterial oder überhypten Kram ist er nicht zu haben – dieses Video dreht sich nur um das Gear, das ihn wirklich zum Staunen gebracht hat.
Es gibt zu viel für einen einzigen Rückblick, also kommt nur die Crème de la Crème durch. Robins Ansatz schneidet immer durch den Lärm und hebt Synths und Module hervor, die wirklich etwas Frisches, Funkiges oder einfach nur Abgefahrenes bringen. Wer wissen will, was als Nächstes in der Welt der elektronischen Musiktools abgeht – und ein paar ehrliche Seitenhiebe auf sinnlose Releases – ist hier genau richtig.
Tape-Träume: EMR Music Group Tape 16
Als Erstes: Die EMR Music Group Tape 16 – eine Tape-Maschine als Software, die DAW-Aufgeblähtheit und endlose Undo-Buttons gepflegt den Mittelfinger zeigt. 16 Spuren, kein Editieren, kein Copy-Paste, und absolut null digitales Sicherheitsnetz. Du nimmst auf, stoppst – fertig. Wer den Nervenkitzel und die Angst einer echten Tape-Aufnahme digital erleben will, bekommt hier den perfekten Rückwurf.
Robin liebt die brutale Einfachheit: Record drücken, Musik machen, kein Rumgeeiere. Es braucht Mut, so zu arbeiten – das Sicherheitsnetz wegzuwerfen für einen rohen, ungefilterten Prozess. Für Bands, Modular-Fans oder alle, die genug vom DAW-Kaninchenbau haben, ist Tape 16 ein erfrischender Schlag ins Gesicht. Ehrlich: Das ist nicht für jeden, aber wer auf „One Take und fertig“-Energie steht, findet hier pure Schönheit.

"Es ist eine wunderschön einfache und elegant umgesetzte Idee: Man nimmt einfach eine 16-Spur-Tonbandmaschine, emuliert sie in Software – und das war’s. Nichts weiter."
© Screenshot/Zitat: Moltenmusictech (YouTube)
Moog in der Maschine: Arturia Memory V

"Alles fügt sich zusammen zu diesem wunderschön Ladder-gefilterten, modulierten, interessant aufgebauten Synthesizer."
© Screenshot/Zitat: Moltenmusictech (YouTube)
Arturia legt mit Memory V nach – ein digitales Liebesbrief an den legendären Memorymoog. Stell dir sechs Minimoogs im Trenchcoat vor – satte Analogklänge, drei Oszillatoren pro Stimme und der ganze klassische Moog-Charme, jetzt mit modernem Turbo. Robin hat am Handbuch mitgeschrieben, ist also nicht nur gehypt, sondern steckt auch tief in den Details.
Hier geht’s nicht nur um Nostalgie. Arturia hat Multi-Channel-Arpeggiator, abgefahrene Modulation und expressive Steuerung wie MPE und Aftertouch reingepackt. Du kannst es vintage halten oder mit den erweiterten Features voll ins Sci-Fi abheben. Wer den cremigen Moog-Sound mit allen digitalen Extras will, hat mit Memory V richtig Spaß – kein Wunder, dass es bei Robin ganz oben steht. Aber ehrlich: Worte reichen nicht – das Ding muss man hören.
Pattern-Chaos: Nomn Reservoir und der KI-Aufstieg
Weiter geht’s mit dem Nomn Reservoir – ein Machine-Learning-Monster für Pattern-Generierung. Vergiss Step-Sequencer von der Stange; dieses Teil hat Jahrhunderte musikalischer Logik gefressen und spuckt MIDI-Voodoo aus. Es lernt, entwickelt und mutiert seine Ausgaben beim Spielen, von klassischer Mathematik bis Markov-Ketten. Robin ist fasziniert und leicht verstört: Ist das KI oder einfach nur cleverer Algorithmus-Trick?
Es spuckt keine fertigen Tracks aus, sondern komplexe MIDI-Ströme, die du in dein eigenes Gear lenken kannst. Die Debatte ist offen – ist das die Zukunft kreativer Inspiration oder nur eine weitere Möglichkeit, sich von den eigenen Ideen zu entfremden? So oder so: Nomn Reservoir ist genau die Art Tech-Kuriosität, für die die Superbooth lebt. Ob’s dich neugierig macht oder abschreckt, zeigt Robins Analyse.

"Es nutzt Machine Learning, um im Grunde jede Art von Pattern-Generierung, die je erfunden wurde, zu absorbieren."
© Screenshot/Zitat: Moltenmusictech (YouTube)
Honourable Mentions: Polyend Drums & Shakmat Queens Court

"Acht Kanäle – und vier echte analoge Schaltungen drin, um analoge Sounds zu erzeugen."
© Screenshot/Zitat: Moltenmusictech (YouTube)
Polyend Drums marschiert mit analogem und digitalem Wahnsinn ein – acht Kanäle, ein halbes Schlachtschiff an Reglern und genug Sequencer-Power, um das Warehouse beben zu lassen. Robin ist beeindruckt von der Kombi aus Analog-Schaltungen und digitalem Recall und hebt hervor, wie die echten analogen Drum-Sounds das Gerät aus der Masse der virtuellen Kisten herausheben. Riesig, schick und klar für die stylische Live-Fraktion gebaut (ihr wisst, wer ihr seid).
Am anderen Ende bringt Shakmats Queens Court eine 4×4-Matrix mit fetten Buttons und kreativer Signalführung für Modular-Fans, die totale Kontrolle ohne Menü-Hölle wollen. So ein Utility-Modul bekommt selten Rampenlicht, aber Robin weiß: Genau diese Tools halten den Synth-Bunker am Laufen. Beide Geräte zeigen die Bandbreite und Innovation, die Superbooth dieses Jahr liefert – wer sie in Aktion sehen will, bekommt im Video den echten Dreck serviert.
Zum YouTube Video:
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https://www.youtube.com/MoltenMusicTech
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