Sam Gutman wird wackelig: Osmose CE – Ersteindruck, der knallt

2. Juni 2026

SPARKY

Sam Gutman wird wackelig: Osmose CE – Ersteindruck, der knallt

Sam Gutman bekommt endlich seine Finger an das Expressive E Osmose CE – und das ist nicht einfach nur ein weiteres ‚Keyboard im Karton‘-Szenario. Mit einem Background, der nach Profi schreit, stürzt sich Sam mit trockenem Humor auf das einzigartige Keybed des Osmose. Er nimmt die mitgelieferte Control E Software unter die Lupe, spielt mit den Sounds und scheut sich nicht, klar zu sagen, was funktioniert und was noch ein Firmware-Wunder braucht. Wer genug von langweiligen, plastikhaften Controllern hat und wirklich mal was Frisches will, sollte weiterlesen – oder besser: das Video anschauen für das volle Rave-Bunker-Erlebnis.

Keybeds, Wackeln und der Matratzenfaktor

Sams Unboxing dreht sich weniger um Pappe als um Vorfreude, aber sobald das Osmose CE da ist, geht’s direkt zur Sache. Das Keybed ist nicht einfach nur ein weiteres Stück Plastik – es hat diesen Release-Velocity-Trick, bei dem die Geschwindigkeit, mit der du den Finger hebst, tatsächlich zusätzliche Sounds auslöst. Plötzlich zählt jedes Wackeln.

Aftertouch ist hier so subtil wie ein Presslufthammer – und das im besten Sinne. Die Tasten haben ein matratzenartiges Nachgeben statt dem üblichen harten Anschlag, was erstmal seltsam, aber überraschend befriedigend ist. Wer normale Keyboards gewohnt ist, erlebt einen kleinen Schock; wer schon mal mit MPE oder Seaboard gespielt hat, kommt schneller klar. Gutman meint, es fühlt sich anders an, bremst aber nicht mal bei schnellen Läufen. Ein echtes Performance-Spielzeug – und nein, das Wackeln ist kein Gimmick, sondern ab jetzt Standard.

Das bedeutet, dass die Geschwindigkeit, mit der du den Finger hebst, wohl einen weiteren Sound auslösen kann.

© Screenshot/Zitat: Samgutman (YouTube)

Control E – Preset-Spielplatz oder Sackgasse?

Ich hatte nie das Gefühl, dass ich etwas machen wollte und nicht sofort herausgefunden habe, wie es geht.

© Screenshot/Zitat: Samgutman (YouTube)

Jetzt kommt der eigentliche Clou: Control E, der Software-Sidekick, der deine Preset-Zentrale sein will. Sam geht die Basics durch – links eine Liste aller Plugins, Filter nach Attributen, sogar nach Gestenfreundlichkeit eines Patches. Genau, du kannst gezielt nach Sounds suchen, die nach Wackeln, Schütteln oder sonstigen Gesten verlangen.

Alles ist intuitiv, Favoriten sind nur einen Sternklick entfernt und Presets werden sofort geladen. Aber hier kommt der Haken: Ohne für jedes VST extra zu zahlen, kannst du die Engines nicht editieren. Die Makros sind dein einziger Spielplatz, solange du nicht kaufst. Sam kritisiert das als den alten Arturia-Frust. Trotzdem: Für schnelles Browsen und direkten Zugriff ist Control E flott, schlank und steht dir nicht im Weg – es sei denn, du bist ein Hardcore-Tweaker.

Sounds, die wirklich gespielt werden wollen

Mal ehrlich: Moderne VSTs ertrinken in cineastisch überladenen Patches – aber Sam hebt hervor, worauf es ankommt. Control E ist voll mit Sounds, die nicht nur zum Angeben taugen, sondern wirklich zum Musikmachen. Der Fokus liegt auf brauchbaren, spielbaren Patches, die extrem auf Berührung reagieren. Keine endlosen Layer um ihrer selbst willen, sondern cleveres Sounddesign, das unter den Fingern lebt.

Sam hebt einfache Patches hervor, die mit viel Detail auf Velocity und Aftertouch reagieren. Das Feeling ist kein Marketing-Blabla – es ist ein echtes, haptisches Erlebnis, das kein Datenblatt und auch diese Review nicht vermitteln kann. Wer wissen will, wie gut das wirklich anspricht, muss das Video schauen oder – noch besser – selbst Hand anlegen. Hier gibt’s wirklich einen Unterschied, und das ist kein Werbe-Sprech.

Man merkt, dass viel Wert darauf gelegt wurde, wie genau der Sound auf deine Berührung reagiert.

© Screenshot/Zitat: Samgutman (YouTube)

Gesten: Sound in Bewegung

Der Sound selbst ist grundlegend mit meinen Spielgesten verflochten.

© Screenshot/Zitat: Samgutman (YouTube)

Jetzt wird’s wild: Das Osmose CE ist nicht einfach ein Keyboard, sondern ein gestisches Instrument. Sam zeigt, wie derselbe Patch je nach Anschlag von scharfem Pluck zu flächigem Pad mutiert. Kein Split nötig; deine Finger bestimmen sofort die Stimmung. Attackzeiten, Filterhüllkurven und der gesamte Charakter passen sich deinem Spiel an und machen jede Note zur Mini-Performance.

Das ist nicht nur ein Feature – das ist der Kern, warum sich das Osmose CE so lebendig anfühlt. Wer statisch spielt, verpasst die Magie. Wer Sound gern mit Bewegung steuert, für den wird das Keyboard zur Verlängerung des eigenen Willens. Es zählt nicht nur, was du spielst, sondern wie du es spielst. Das volle Erlebnis gibt’s am besten live – oder zumindest in Sams Demo.

Fazit: Nicht das MIDI-Keyboard von gestern

Sams Ersteindruck? Er ist beeindruckt – und das passiert nicht oft. Das Osmose CE ist nicht einfach ein weiteres langweiliges MIDI-Brett. Es ist mutig, frisch und schiebt die Performance-Grenzen wirklich nach vorn. Wer ein Keyboard sucht, das nach Kreativität schreit statt Staub zu sammeln, sollte sich dieses Straßenwerkzeug anschauen. Die vollen Details gibt’s natürlich im Video – und vielleicht bald auf deinem eigenen Tisch, wenn du Glück hast.


Diesen Artikel gibt es auch auf Englisch. Du findest ihn hier: https://synthmagazine.com/sam-gutman-gets-wiggly-osmose-ce-first-impressions-that-slap/
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